Exoten sind heimisch geworden

Ein filigranes Kunstwerk ist der "Frierende Bettler" von Vasilij Plotnikov. Bild: pko
Lokales
Schwarzhofen
15.07.2015
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Vor fünf Jahren eröffnete die Galerie "VKUS" in der Lederergasse 1. Mittlerweile ist sie zu einer geschätzten Adresse für Kunst auf dem Land geworden. Den Geburtstag feierten fünf Künstler mit einer Ausstellung und einem sehr bunten Fest.

Viele Gäste schauten am Wochenende bei Veronika Riedl und Vasilij Plotnikov vorbei und gratulierten. "Wir waren ja Exoten, als wir damals nach Schwarzhofen gekommen sind", erinnerte sich die Keramikerin zurück. Sie sei mit ihrem Lebensgefährten aber herzlich aufgenommen worden und heute gehörten sie zum Markt dazu, schilderte sie ihr Empfinden.

Mit Kunstprojekten etabliert

Nachdem der Ansturm der Neugierigen am Anfang nachgelassen habe, sei mittlerweile ein fester Kundenstamm geblieben, der Lust habe, Kunst zu verschenken. Für Vasilij Plotnikov sind vor allem die Ausstellungen in der eigenen Galerie als Höhepunkte der vergangenen Jahre in Erinnerung geblieben, meistens waren es zwei Veranstaltungen pro Jahr. Die Oberfränkin und der Russe haben sich aber auch einen Namen mit ihren Kunstprojekten an der Trojaburg und in der Mittelschule gemacht.

Für das erste Jubiläum konnte in der Nachbarschaft das alte Wohnhaus der Familie Ziereis mitbenutzt werden, was der Feier ein besonderes Flair bescherte. In dem ehemaligen Mesnerhaus hingen die modernen Bilder von Gastkünstler Johann Sturcz an den alten Mauern und wirkten da besonders farbenfroh. In der Galerie "VKUS" waren neben den Tonarbeiten von Veronika Riedl auch die ganz fein gezeichneten Bilder von Erika Wakayama ausgestellt. Im Innenhof ergaben die Holzobjekte von Vasilij Plotnikov und die Foto-Kunstwerke seines Bruders Michael eine ansprechende Kombination.

Auch Gäste kreativ

Die Gäste wurden an einem Büfett bewirtet und konnten in allen Räumen der beiden Häuser auf Kunstreise gehen. Dabei war viel zu entdecken und es entstand ein Gefühl dafür, wie die verschiedenen Stücke an den Arbeitsplätzen entstehen. Für die großen und kleinen Besucher stand eine Tonne mit Tonmatsch bereit und viele Gäste betätigten sich ebenfalls künstlerisch. Am Sonntag gratulierte Jürgen Zach mit seinen Freunden musikalisch, sehr zur Freude der Gäste, die das Jubiläum in vollen Zügen genossen. Da bleibt nur zu wünschen, dass "Geschmack", wie das russische Wort Vkus übersetzt heißt, in Schwarzhofen noch mehr Anhänger findet.
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