Für Nachwuchs am Bienenstock

Von der Arbeit mit den Bienen geht eine besondere Faszination aus. Der Imkerverein Schwarzhofen veranstaltet ab dem Wochenende wieder einen Kurs Probe-Imkern. Bild: dpa
Lokales
Schwarzhofen
04.03.2015
5
0

Wer mit Bienen arbeitet, lässt den Stress des Alltags hinter sich. Um das Bewusstsein für die ökologische Bedeutung der Honigsammler zu wecken, veranstaltet der Imkerverein Schwarzhofen erneut einen Kurs fürs Probe-Imkern.

Die Hektik des Alltags hat am Bienenstock nichts verloren, denn ruhiges Arbeiten ist im Umgang mit den Völkern besonders wichtig. Den Imkern erschließt sich eine besondere Facette der Natur: Es ist faszinierend, die Bienen beim Anflug zu beobachten, von den Farben der Pollenhöschen und der Abflugrichtung auf die Futterquelle zu schließen und den betörenden Geruch von Wachs, Propolis und Honig zu genießen, während das feine Summen der Arbeiterinnen ans Ohr dringt.

Krankheiten, Schädlinge und gewandelte Umweltbedingungen machen den Bienen heutzutage das Leben schwer - und die Arbeit der Imker umso wichtiger. Rund 80 Prozent der heimischen Wild- und Nutzpflanzen sind auf die Bestäubung durch die Honigbiene angewiesen. In der Landwirtschaft ist die Honigbiene das drittwichtigste Nutztier hinter Rind und Schwein. Aus volkswirtschaftlicher Sicht beläuft sich der Wert der Bestäubungsleistung der Honigbiene in Deutschland auf etwa zwei Milliarden Euro jährlich.

Um das Interesse an der Natur und das Bewusstsein für den Erhalt der Umwelt zu schärfen, organisiert der Imkerverein Schwarzhofen wieder einen Probeimker-Kurs. Dieser findet in der Zeit von März bis November vorwiegend samstags statt. Beginn für den theoretischen Teil ist am Sonntag, 8. März, um 17 Uhr mit Fachwart Ingo Schwieder und am 29. März um 15 Uhr, jeweils im Gasthaus Lacher in Bach. In diesen zwei Kurstagen wird wichtiges Wissen über die Honigbiene vermittelt. Später werden praktische Übungen und Tipps für die Arbeit am Volk im Bienengarten Schwarzeneck vermittelt. Verschiedenste Bereiche werden dabei behandelt: Das Spektrum reicht von der Kommunikation, über die Orientierung, bis zur Fortpflanzung der Honigbiene. Beleuchtet werden die Zucht, aber auch der negative Einfluss der Umweltgifte. Die Honigbiene sei nicht einfach nur ein Insekt, schreibt der Imkerverein in einer Pressemitteilung: "Das Volk der Honigbiene ist ein Superorganismus, dessen Faszination sich kaum ein Imker entziehen kann."

Beim Kurs bekommt jeder Jungimker einen Paten zur Seite gestellt, der ihn durch das ganze Jahr begleitet. Der nächste Kurs (praktischer Teil) findet am 9. Mai um 16 Uhr im Bienengarten statt. Dabei wird über die Schwarmkontrolle und Schwarmverwertung berichtet, stehen erste praktische Arbeiten mit den Bienen im Vordergrund. Arbeiten am Bienenvolk werden witterungsabhängig je nach Entwicklungsstand der Völker vorgenommen.

Anmeldung und Infos

Herbert Vogl, Telefon 09672/16 98, oder Verena Vanino, Telefon 09672/9 24 39 92. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Nutzpflanzen (31)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.