GOV Zangenstein lässt Dorf blühen - Über Grabgestaltung
Für schmuckes Ortsbild im Einsatz

Heidi Schmid, Geschäftsführerin des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege, informierte über aktuelle Trends bei der Grab- und Friedhofsgestaltung. Bild: mad
Lokales
Schwarzhofen
10.11.2015
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Wenn eine Osterkrone den Dorfplatz ziert und bunte Blumen die Floriansstatue schmücken, hat der Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein (GOV) Zangenstein seine Finger im Spiel gehabt. Und auch der Nachwuchs wird fürs Garteln begeistert.

Bei der Herbstversammlung blickte Vorsitzender Albert Köppl auf das abgelaufene Jahr zurück. Die Mitglieder rührten wieder fleißig die Hände für ein schönes Dorf: So wurde Ende März am Dorfplatz die Osterkrone aufgestellt, wobei besonders die Damen anpackten. Im Mai wurde die Kapelle mit zwei Blumenspindeln verziert und auch die Bepflanzung bei der Floriansstatue erneuert. Das Wasser zum Gießen durfte von der Familie Fritz genommen werden.

Neuer Rasenmäher

Der Verein investierte in einen neuen Rasenmäher mit Antrieb, der Vorsitzende dankte der Marktgemeinde für den Zuschuss von 350 Euro. Ein Höhepunkt im Jahresprogramm war der Vereinsausflug in den Bayerischen Wald, zusammen mit dem GOV Schwarzhofen. Für die Kinder wurde im September ein Sonnenblumen-Wettbewerb organisiert, und beim Weinfest der Dorfvereine übernahmen die Mitglieder den Brotzeiten-Verkauf. Eine der letzten Aktivitäten war die Winteranpflanzung. Albert Köppl kündigte an, dass der GOV - gemeinsam mit dem Frauenbund Altendorf - im Dezember eine Fahrt zum Weihnachtsmarkt nach Hauzenberg bei Passau plane.

Heidi Schmid, Geschäftsführerin im Kreisverband für Gartenbau und Landespflege, stellte vor ihrem Referat ihre gute Verbindung zu Zangenstein heraus, vor allem zur Familie Merkl. Sie erinnerte, dass sie hier 1988 ihre erste Ortsvereinsgründung vorgenommen habe. Sie dankte dem Verein für seine vielfältigen Aktivitäten. In ihrem Vortrag richtete Schmid das Augenmerk auf die Friedhofs- und Grabgestaltung. Der Friedhof sei ein "sehr privater und sensibler" Bereich, merkte sie an. Für die Gestaltung der Gräber gebe es verschiedene Trends, vor allem bei der Frage nach den Einfassungen - Stein oder Grün? Auch die Bestattungskultur habe sich geändert, es gebe zunehmend mehr Urnenbestattungen. Mit Urnenwänden, -stelen und Erdgräbern rüsteten Gemeinden und Pfarreien ihre Friedhöfe für diese neuen Formen der Beisetzung. Bei Erdgräber werde zu verrottbaren Urnen tendiert. Eine neue Tendenz sei auch ein Friedwald.

Viele Vorschläge

Heidi Schmid stellte viele Beispiele für die diverse Gestaltung von Einzelgräbern vor. Laubbäume seien dabei ein Symbol für das Werden und Vergehen des Lebens, immergrüne Gewächse ein Zeichen für ewiges Leben. Die Grabbepflanzung könne je nach Jahreszeit sehr differenziert vorgenommen werden, auch hierfür stellte sie fachlich versiert viele Beispiele vor.
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