Im Arbeitskreis "Altortsanierung" sollen Bürger-Vorstellungen für die künftige Ortsdurchfahrt ...
Noch ist der Straßenumbau ein Wunschkonzert

Architekt Hartmut Schließer erläuterte im Arbeitskreis die Vorplanung. Bild: mad
Lokales
Schwarzhofen
02.07.2015
1
0
Bei der Neugestaltung und dem Umbau der Ortsdurchfahrt möchte die Marktgemeinde ihre Bürger mitreden lassen. In der ersten Zusammenkunft des Arbeitskreises "Altortsanierung" stieß die grundsätzliche Richtung der Planung auf Zustimmung.

Es hatten sich zwar etliche betroffene Grundstücksbesitzer im Gasthaus Gillitzer versammelt, doch wegen der Bedeutung des Themas hätte sich Bürgermeister Maximilian Beer gewünscht, dass noch mehr Anlieger teilgenommen hätten. Er appellierte, dieses frühe Stadium der Planung zu nutzen, um Wünsche und Vorstellungen einzubringen - seien die Fakten erst einmal klar, wären Beschwerden zu spät.

Wie bereits mehrfach berichtet, bietet sich dem Markt die Möglichkeit, die Ortsdurchfahrt der Staatsstraße neu zu gestalten. Nach langen Verhandlungen mit den Fachstellen soll der Freistaat als Bauträger den Kostenaufwand für die Straßenerneuerung übernehmen. Die Gemeinde müsse nur Geld für die Bürgersteige in die Hand nehmen, bekomme dafür aber hohe Zuschüsse.

Der Bürgermeister gab zu verstehen, dass sich nicht alle Interessen unter einen Hut bringen lassen. Gerade deshalb sei es wichtig, so viele Bürger wie möglich mit ihren Vorstellungen einzubeziehen. Insgesamt 77 Anlieger würden für die neuen Gehsteige Ausbaubeiträge bezahlen müssen - die meisten wohl unter 2000 Euro. Der Markt werde den größten Batzen zu schultern habe. Für das Projekt herrsche kein Zeitdruck, eventuell soll es in zwei Abschnitten über die Bühne gehen.

Architekt Hartmut Schließer betonte, dass gemeinsam an einem Meinungsbild für den ersten Schritt der Maßnahme gearbeitet werden soll. Er informierte, dass künftig zwischen jedem Haus und der Straße wenigstens 80 Zentimeter Abstand liegen sollen, für Bürgersteige sei eine Breite von 1,50 Meter anvisiert. Engstellen sollen den Verkehr bremsen und Lärm dämpfen. Absolutes Wunschziel wäre die Anordnung von Tempo 30, was auch von den Anlieger gewünscht sei. Doch sei dies bisher für Staatsstraßen in Bayern noch nicht genehmigt worden, deshalb hoffe man auf die Genehmigung für ein Modellvorhaben. Bei der Parkplatz-Problematik sprach sich die Versammlung für einen Mix aus Hochbord, Niederbord und Pollern aus. Der Fahrlärm auf Straßenpflaster soll mit aufgefüllten Fugen gedämpft werden. Intensive Diskussionsbeiträge gab es auch beim Thema Bepflanzung.

Bürgermeister Beer dankte zum Abschluss für die Mitarbeit. Er signalisierte, dass sich der Marktrat weiter mit der Problematik befassen werde, auch ein erneutes Arbeitskreistreffen sei geplant. Bei einer Abstimmung sprachen sich die Anlieger dafür aus, auf der angedachten Schiene der Planung fortzufahren.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8669)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.