In der Marktgemeinde treibt ein Hundehasser sein Unwesen - Halter setzen 500 Euro Belohnung aus
Elf Hunde durch Giftköder verendet

Lokales
Schwarzhofen
28.09.2011
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Die Angst ist groß bei den Hundehaltern im Markt. Durch Giftköder erlitten elf Vierbeiner in den vergangenen fünf bis sechs Jahren einen qualvollen Tod. Hinzu kommt die Angst der Familien, dass auch Kinder durch das ausgelegte Gift zu Schaden kommen könnten. Um auf die Situation aufmerksam zu machen, baten 20 Bürger, die einen vierbeinigen Freund verloren haben, zum Pressegespräch ins Rathaus.

"Das ist kein erfreuliches Thema", gab Bürgermeister Maximilian Beer zu. Mit Entsetzen habe er die ganze Tragweite erst jetzt mitbekommen. Er könne gut verstehen, wie mitgenommen die Hundebesitzer seien, schließlich sei das Gift nicht nur in freier Natur ausgelegt worden. Auch in Zwingern und in eingezäunten Grundstücken seien Tiere durch präparierte Lebensmittel ums Leben gekommen.

Gerade kleine Kinder seien unberechenbar und würden alles in den Mund stecken, erklärte eine anwesende Mutter ihre Angst vor der drohenden Gefahr. Beer befürwortete den Schritt nach vorn und lobte das Vertrauen der Betroffenen in die Behörden, Polizei und die Öffentlichkeit. Er habe bereits mit der Tierschutzstelle beim Landratsamt gesprochen und dankte Franz Stockerl, dass er sich für dieses Gespräch so kurzfristig Zeit genommen habe.

Genaue Angaben wichtig

"Ich kann mit ihnen mitfühlen, da ich selbst Hunde gehabt habe", versicherte der Polizeihauptkommissar. Er könne sich vorstellen, dass es bei einem Menschen aushakt, wenn er einen Hass auf Hunde oder den herumliegenden Kot habe. Um so jemanden zu fassen, brauche die Polizei genaue Angaben. "Wir müssen wissen, wer was hingelegt hat. Auch Ort und Zeit müssen genau benannt werden", erklärte der Beamte.
Ganz wichtig sei auch, dass zeitnah bei der Polizeiinspektion Neunburg angerufen oder der Bürgermeister ins Vertrauen gezogen werde. Tierquäler haben durchaus mit hohen Strafen zu rechnen, wusste Stockerl. Bis zu drei Jahre Freiheitsentzug oder saftige Geldstrafen kämen auf sie zu. Er nahm die Adressen der Familien auf, die in Schwarzhofen und der näheren Umgebung einen Hund verloren haben und versprach, dass die Angelegenheit mit Ernst und im richtigen Licht betrachtet werde.

Zivilcourage aufbringen

Voll Angst und Empörung berichteten die Frauen und Männer wie schmerzhaft es war, zu sehen wie ihre geliebten Hunde innerlich verbluten mussten. Ihre Bitte sei es, dass die Marktbewohner vorsichtig durch die Gegend gehen und aufpassen, ob ihnen etwas verdächtig vorkomme und dann auch die Zivilcourage aufbringen, ihre Beobachtungen zu melden. Aus eigener Tasche setzten die Hundehalter eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Täters führen.
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