Landvolk informiert sich über Homöopathie
Sanft heilen mit der Natur

Referentin Gertraud Binner. Bild: mad
Lokales
Schwarzhofen
15.11.2014
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"Um sanft, gewiss und dauerhaft zu heilen, wähle in jedem Krankheitsfall eine Arznei, die ein ähnliches Leiden erregen kann wie sie heilen soll." Diese Erkenntnis des deutschen Arztes Samuel Hahnemann, der um 1800 die Homöopathie begründete, brachte Referentin Gertraud Binner ihren Zuhörern beim Landvolk nahe.

Eine erfreulich große Zahl von Interessenten hatte sich im Pfarrsaal versammelt. Schon vor etlichen Jahren hatte die KLB-Referentin einen Vortrag zu dieser Thematik gehalten - "seitdem hat sich viel getan", erklärte Binner, die sich seit 21 Jahren mit der Materie beschäftigt und als "Hobby" nebenbei eine Tierheilpraxis betreibt. "Es gibt eine Fülle von Literatur und die meisten Krankenkassen übernehmen nun die Kosten für eine Behandlung".

Gertraud Binner führte aus, dass Homöopathie übersetzt "ähnliches Leiden" heißt. Dieser Name und die Erkenntnisse dazu stammen von dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann, der diese Heilmethode begründete. Er hatte zahlreiche Selbstversuche unternommen, weil er ein Malariamittel suchte. Die Homöopathie beobachte den ganzen Menschen, nicht nur seine Krankheit. Um das richtige Mittel zu finden, werden unter anderem das Äußere des Patienten, Veränderungen durch die Krankheit, das psychisch-geistige Befinden, Vorlieben und Abneigungen berücksichtigt. Insgesamt seien mittlerweile über 1500 homöopathische Mittel bekannt. Die Ausgangsstoffe sind entweder pflanzlich oder mineralisch.

Arzneien werden hergestellt durch Verdünnung. (Potenzierung) der Ausgangsstoffe. Tiefe Potenzen wirken auf der Körperebene, mittlere bei Organ- und Funktionsstörungen, Hochpotenzen bei tief sitzenden, geistig-seelischen, chronischen oder sehr ernsten Erkrankungen oder schweren Notfällen. Wegen der Empfindlichkeit der Mittel sollte die Einnahme unbedingt außerhalb der Mahlzeiten erfolgen. Dafür sollte kein Metalllöffel verwendet und die Medizin möglichst weit entfernt von "normaler" Arznei, Strom, Sonne und Kühlschrank gelagert werden. Auch die Einnahme von Koffein und Menthol (Kaffee, Cola, Kaugummi, Zahnpasta) ließe die Wirkung verpuffen.

Die Mittel werden häufig in Form von Globuli (mit Milchzucker versetzten Kügelchen) eingenommen. Die sanften Mittel sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Ein Anzeichen für die Besserung des Zustandes sei die Steigerung des Wohlbefindens, so Binner. Zum Abschluss gab sie praktische Tipps mit einer Liste von empfehlenswerten Mitteln für die Hausapotheke.
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