Markt kommt ohne Kredite aus

Zwar scheffelt die Marktgemeinde das Geld nicht mit vollen Händen, doch bei der finanziellen Leistungsfähigkeit steuert das Kommunalschiff nun wieder in ruhigerem Fahrwasser. Bild: dpa
Lokales
Schwarzhofen
25.02.2015
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Die Vorberatungen waren intensiv - und erfolgreich: Bei der Aufstellung des Haushaltsplans für 2015 gab es im Marktgemeinderat keine Diskussion.

Am Montag genehmigte das Gremium jeweils einstimmig die Haushaltssatzung, die Finanzplanung für die Jahre bis 2018 und das zugehörige Investitionsprogramm. Für diese Geschlossenheit im Marktrat bedankte sich Bürgermeister Maximilian Beer ganz außerordentlich und zog ein erfreuliches Resümee.

Gemeinsamer Erfolg

"Mit einem zielgerichteten Sparkurs können wir uns in leistungsfähigere Bahnen begeben", so Beer. "Das haben wir gemeinsam geschafft", lautete sein Kompliment an den gesamten Marktrat. Die Bemühungen einen Haushalt ohne neue Kreditaufnahmen aufzustellen, der dem Landratsamt zwar vorgelegt aber nicht genehmigt werden müsse, sei gelungen.

Das Zahlenwerk schließt für das Haushaltsjahr 2015 mit 2,15 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und mit 712 800 Euro im Vermögenshaushalt. Dem Haushaltsplan liegen 1441 Einwohner zugrunde, was eine Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 1417,14 Euro bedeutet. "Wir haben kontinuierlich gespart und trotzdem in die Zukunft investiert", erklärte Beer. Der Schuldenstand hat sich Ende 2014 auf etwa 2,16 Millionen Euro reduziert, belegten die Zahlen von Kämmerin Martina Held. Ihr und Verwaltungsleiter André Schille galt der Dank des Bürgermeisters für die gute Zusammenarbeit.

Die Gründe, warum die Pflichtzuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 65 900 Euro nicht erreicht werden könne, seien nicht zu beeinflussen, erklärte Beer. 2015 fehlen dafür 52 400 Euro, da die Gewerbesteuer zurückgehe, gleichzeitig würden niedrigere Schlüsselzuweisungen erwartet und eine höhere Kreisumlage werde zu zahlen sein. Dazu kämen noch steigende Personalkosten und zusätzliche Ausgaben für Zins und Tilgung. Beim Investitionsprogramm war sich das Gremium einig, Mittel im Rahmen der Möglichkeiten einzustellen und in Zukunft die Sanierung einiger Straßen im Marktbereich nicht aus den Augen zu verlieren.

Für Breitband viel übrig

Der größte "Batzen" für 2015 waren hier 450 000 Euro für den Breitbandausbau neben den Standartansätzen für Feuerwehr, Schule und Bücherei. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 571 000 Euro. Durch Haushaltsreste der Vorjahre könne aber in größerem Stile investiert werden, blickte der Bürgermeister voraus.
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