Markträte lehnen Vorhaben in Grasdorf erneut ab - Brücke in Girnitz braucht einen Unterbau aus ...
Zur Maschinenhalle führt kein Weg hin

Lokales
Schwarzhofen
10.10.2014
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Zum wiederholten Mal musste sich der Marktgemeinderat mit dem geplanten Bau einer Maschinenhalle in Grasdorf befassen. Und erneut wurde der Antrag abgelehnt.

Fast 20 interessierte Bürger hatten sich zur Sitzung im Rathaussaal eingefunden. Sie interessierte vor allem das weitere Verfahren beim Breitbandausbau. Doch der Punkt wurde kurzfristig von der Tagesordnung genommen. Wie Bürgermeister Maximilian Beer erläuterte, stünden am 14. Oktober noch intensive Gespräche mit Anbietern an. "Da tut sich noch einiges", erklärte er. Der Markt sollte sich die Chance nicht verbauen, beim Breitband das Optimalste herauszuholen. Nach den Gesprächen finde eine Sondersitzung statt, und bis dahin laufe der bisher gefasste Beschluss mit Wahrung aller Fristen weiter, versicherte der Bürgermeister.

Dem Antrag von Josef Bauer auf Vorbescheid zur Errichtung einer Maschinenhalle in Grasdorf wurde das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt. Wie die Verwaltung ausführte, verstoße das Bauvorhaben gegen mehrere öffentliche Belange. So widerspreche es der Darstellung im Flächennutzungs- und Landschaftsplan des Marktes, auch naturschutzrechtliche Belange sowie das Landschafts- und Ortsbild würden davon beeinträchtigt. Das Baugrundstück befindet sich innerhalb der Naturparkschutzzone und die Maschinenhalle lasse die Verfestigung und Erweiterung einer Splittersiedlung im Außenbereich befürchten. "Der Antrag ist mit leichten Änderungen bereits vorgelegen", erläuterte VG-Geschäftsstellenleiter André Schille die Einwände des Landratsamtes. Es handle sich um kein privilegiertes Bauvorhaben, da es nicht rein landwirtschaftlich genutzt werde. Trotzdem sprachen sich die Ratsmitglieder Josef Fink und Martin Ruider, beide CWU, für eine Genehmigung aus. Zusammen mit ihrem Fraktionskollegen Johann Gürtler stimmten sie gegen den Antrag, das Vorhaben abzulehnen. Mit 8:3 Stimmen wurde das gemeindliche Einvernehmen verweigert.

Das Gremium sprach sich einstimmig, vorbehaltlich der Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns durch die Regierung der Oberpfalz, dafür aus, die Stahlbauarbeiten für die Erneuerung der Fuß- und Radwegbrücke über die Schwarzach bei Girnitz an die Chamer Firma Rädlinger zu übergeben. Der Angebotspreis betrug rund 22 116 Euro.

Gleichzeitig wird bei der Landesgewerbeanstalt in Regensburg die Prüfung der statischen Unterlagen beantragt. Die bestehende Holzkonstruktion war in wesentlichen Tragwerkstellen soweit geschädigt, dass ein Stahlunterbau notwendig wurde. Die Maßnahme konnte noch in das Jahresprogramm 2014 des Naturparkvereins Oberpfälzer Wald aufgenommen werden. Deshalb verbleiben beim Markt nur 40 Prozent Eigenanteil (rund 12 000 Euro), und die Maßnahme muss nicht vorfinanziert werden.
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