Massiver Ärger mit Tretminen

Lokales
Schwarzhofen
22.08.2015
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Grünstreifen sind besonders tückisch. Wer hier mäht, trifft häufig auf Hundekot. In Schwarzhofen häufen sich auf bestimmten Arealen die Beschwerden über solche "Tretminen". Jetzt geht die Kommune mit deutlichen Worten in die Offensive.

"Stellen Sie sich vor, Sie mähen eine Grünfläche und ständig wirbelt Ihnen vom Rasenmäher oder Rasentrimmer erfasster Hundekot um den Körper", heißt es in einer Pressmitteilung des Marktes Schwarzhofen.

"So geht es leider derzeit wieder vielen Anliegern gemeindlicher Grünstreifen, die diese in Eigenregie sauber halten und ordentlich mähen." Auch der gemeindliche Bauhof sei nicht vor solchen unangenehmen Tretminen verschont.

Die Verwaltung appelliert deshalb an alle verantwortungsbewussten Hundehalter, mehr darauf zu achten, wo ihr Hund "sein Geschäft" verrichtet. Derzeit häufen sich wieder besonders die Beschwerden im Bereich "Am Haager Steig", im Klosterhof, beim alten Sportplatz in Schwarzhofen oder entlang des Weges zum Jugendzeltlagerplatz an der Schwarzachwehr in Schwarzhofen inklusive des Platzes selbst.

Ab in den Restmüll

Der Markt Schwarzhofen weist darauf hin, dass - wie es für Hundehalter in anderen Kommunen und Städten schon längst selbstverständlich ist - im übrigen der Hundehalter verpflichtet ist, sofort die Häufchen seines Hundes ordentlich zu entsorgen. Verantwortungsvolle Hundebesitzer haben immer entsprechende Tütchen beim Gassigehen dabei und entsorgen diese nachher ordentlich in der heimischen Restmülltonne oder - soweit vorhanden - in aufgestellten öffentlichen Müllkörben, so die Überzeugung in der Verwaltung.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Verstöße mit Bußgeld geahndet und die Entsorgung der Häufchen dem Hundebesitzer in Rechnung gestellt werden können, wenn der Verstoß bei der Gemeinde gemeldet wird.

"Soweit soll es aber nicht kommen: Wir appellieren deshalb nochmals an die Hundebesitzer, hier - gerade an den oben genannten neuralgischen Punkten - selber zu handeln und es gar nicht erst zu Problemen mit den Tretminen kommen zu lassen", heißt es in der Pressemitteilung. Auch ein Hinweis für Gassigeher auf landwirtschaftlichen Flächen, insbesondere Wiesen ist noch angefügt.

Trichinen-Gefahr

Nach naturschutzrechtlichen Bestimmungen kann ebenfalls mit Bußgeld belegt werden, wer seinen Hund auf Flächen lässt, wo zu erwarten ist, dass der Hundekot als Gras, Heu oder Silage in den Nahrungskreislauf gelangen kann. Insbesondere besteht erhöhte Trichinen-Gefahr durch Hundekot. Auch hier wird um Beachtung gebeten.

Der Appell an die Hundebesitzer endet versöhnlich: "Wir wünschen allen Vierbeinern und den Frauchen und Herrchen viel Freude beim Gassigehen und danken für die Beachtung unserer Hinweise", schließt die Mitteilung der Kommune.
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