Mitgliederwerbung verpufft

Sozialpädagogin Juliane Wudtke beleuchtete, wie Senioren sicher durch den Alltag kommen können. Bild: mad
Lokales
Schwarzhofen
25.10.2014
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Dieser Bereich der Altenpflege braucht Verstärkung: Mit einem Rückgang ihrer Mitglieder haben die im Landkreis ansässigen Vereine für "Betreutes Wohnen daheim" zu kämpfen. Eine Werbe-Aktion blieb allerdings ohne Erfolg.

Zum Auftakt der Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Neunburg nahm der Vorsitzende, Pfarrer Markus Urban, Stellung zum Altern in Würde. Dabei erwähnte er ein Schreiben von Erzbischof Robert Zollitsch, in dem es um Papst Johannes Paul II. ging.

Sozialpädagogin Juliane Wudtke stellte heraus, dass die Mitglieder in jedem Quartal mit einem Rundschreiben informiert wurden. Erfolglos seien die Versuche zur Gewinnung neuer Mitglieder geblieben. Wudtke gab zu verstehen, dass sämtliche Krankenpflegevereine sowie die vier Vereine "Betreutes Wohnen daheim" im Landkreis (Oberviechtach, Neunburg, Nittenau, Burglengenfeld) mit einem Rückgang zu kämpfen haben, was sich auch bei den Einnahmen negativ bemerkbar mache.

Die Zahl der Leistungsbezieher stagniere, zwei Drittel der Dienste würden von Nichtmitgliedern in Anspruch genommen, die natürlich mehr zahlen müssten. Der Blick auf den Haushalt des Jahres 2013 zeigte, dass von den Einnahmen in Höhe von unter 8000 Euro 90 Prozent an die Caritas-Sozialstation abgeführt werden mussten. Nach wie vor verfüge der Verein über Rücklagen und sei damit für die Zukunft finanziell gerüstet.

Im anschließenden Vortrag referierte Wudtke, wie sich der Alltag für Senioren zu Hause sicherer gestalten lässt. Hauptziel sei es, ein selbstbestimmtes Wohnen daheim so lange wie möglich zu sichern, unterstützt durch den Verein und die Pflegekräfte der Caritas-Sozialstation, eventuell noch durch gute Nachbarschaftskontakte.

Den Schwerpunkt ihrer Ausführungen legte sie auf mögliche Anpassungen im Wohnraum. Sie sprach alle Bereiche einer Wohnung an und zeigte viele Details auf, vom rollstuhlgerechten Eingangsbereich, über Handläufe im Treppenhaus bis hin zur Beseitigung von Stolperfallen im Wohn- und Schlafbereich. Auch den Hausnotruf legte Wudtke ihren Zuhörern ans Herz.

Abschließend ging es um Hilfen bei der Frage der Finanzierung, die in den Sozialgesetzbüchern geregelt ist, Kranken- und Pflegeversicherung leisteten Zuschüsse bei jeder genehmigten Maßnahme. In jedem Fall stünden die Sozialstationen zur Beratung gern zur Verfügung.
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