Nicht ins Schwärmen kommen

Im Bienengarten des Imkervereins Schwarzhofen herrschte bei der Imkerschulung Hochbetrieb. Bild: mad
Lokales
Schwarzhofen
05.06.2015
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Im Bienengarten des Imkervereins Schwarzhofen herrschte Hochbetrieb. Zahlreiche Mitglieder und Gäste hatten sich zur Schulung über Schwarmverhinderung eingefunden. Denn: Ein schwärmendes Volk verliert die Hälfte seiner Bienen und damit einen große Menge Honig.

Referent Herbert Vogl, Vorsitzender des Imkervereins Schwarzhofen, musste sich ob des großen Ansturms anstrengen, um alle stimmlich und visuell zu erreichen. Er stellte heraus, dass die Schwarmkontrolle für einen erfahrenen Imker eine leichte und schnell erledigte Sache sein sollte. Die Kontrolle sollte vor allem in den Monaten Mai und Juni mindestens im Abstand von neun Tagen wiederholt werden.

Simpler Grund

Die Schwarmverhinderung hat einen simplen Grund: Ein schwärmendes Volk verliert die Hälfte seiner Bienen und damit einen große Menge Honig. Bis eine neue Königin Eier legt, können drei Wochen vergehen, was bedeutet, dass das Volk in seiner Entwicklung stagniert. Es ist nicht einmal sicher gestellt, dass die neue Königin von ihrem Hochzeitsflug unbeschadet zurückkehrt. Der Imker muss sich natürlich auch um die abgeschwärmten Bienen kümmern. Er muss den Schwarm einfangen und versorgen. Deshalb legt der Imker Wert darauf, seine Völker nicht abschwärmen zu lassen.

Um dies zu erreichen, werden verschiedene Methoden angewandt, die Vogl im Bienengarten vorstellte. Er schickte voraus, dass in der Literatur unzählige verschiedene Maßnahmen zur Verhinderung des Schwärmens beschrieben werden. Doch trotz aller Forschungen weltweit sind die entscheidenden Auslöser des Schwärmens immer noch unbekannt, weshalb auch nur wenige Maßnahmen wirklich helfen. Eine sehr sichere Maßnahme ist die Entnahme der Königin. Sie kann in einem Zwischenableger "geparkt" und nach dem Abflauen des Schwarmtriebs wieder mit dem Bienenvolk vereinigt werden. Auch das Ausbrechen der Weiselzellen ist eine aufwendige und nicht immer sichere Maßnahme.

Weitere Schulung

Verfügt der Imker über ausgebaute Waben, kann er diese an das Brutnest anfügen, um der Königin Raum zum Eierlegen zu geben. Das Schröpfen des Bienenvolks durch Entnahme von Brutwaben ist eine Maßnahme, die eher zu den unsicheren gehört. Aber auch den Schwarm abzunehmen, ihn gegen die Varroa zu behandeln und dann wieder mit dem alten Volk zu vereinigen ist eine brauchbare Methode, wenn die Königin noch leistungsfähig ist.

Am Samstag, 6. Juni, findet um 16 Uhr im Bienengarten bei Schwarzeneck die nächste Schulung statt, zu der alle Mitglieder und Gäste eingeladen sind. Hans Kagerer wird über das Thema Honigentnahme und Schleudern referieren und es auch praktisch demonstrieren.
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