Pluspunkt für erste Lebensjahre

Bei der Brotzeit in der Kindergarten-Feriengruppe waren neben den Erzieherinnen (von rechts) Inge Ruider, Marion Weiß, Sabine Königsberger-Ederer, Leiterin Katharina Reckerziegel und den Praktikanten Alina Baumann und Magdalena Fröhlich auch Bürgermeister Maximilian Beer (hinten, Mitte) und Familienbeauftragter Gerhard Würl (Dritter von rechts) zu Gast. Bild: Mardanow
Lokales
Schwarzhofen
31.03.2015
16
0

Der Bürgermeister ist davon überzeugt, dass seine jüngsten Bürger im Schwarzachtal-Kindergarten gut aufgehoben sind: "Ihre Entwicklung wird gefördert und ihre Sozialkompetenz gestärkt", betont Maximilian Beer. Er versteht nicht, dass es noch immer Vorbehalte gegenüber Kindergarten, -krippe und Co. gibt.

Auf dem Sektor der Familienfreundlichkeit komme dem örtlichen Kindergarten eine wichtige Bedeutung zu, verdeutlicht der Bürgermeister am Montag bei einem Pressegespräch. Wobei von einem Kindergarten "im herkömmlichen Sinn" keine Rede mehr sein könne. Beer verwies auf die rund 70 000 Euro teuere Investition zur Schaffung von mittlerweile sechs Krippenplätzen. Das Personal um Leiterin Katharina Reckerziegel verfüge über die nötige Ausbildung, um schon Kleinkinder ab dem ersten Lebensjahr aufnehmen zu können.

Fünf freie Krippenplätze

Die Kleinsten dürfen sich in einem eigenen Schlafraum ausruhen, im Garten gibt es für sie einen separaten Bereich mit altersgerechten Spielgeräten und auch die Sanitäranlagen sind "kleinkindgerecht". Doch die Einrichtung hat mit Vorurteilen und Vorbehalten zu kämpfen: "Bei uns auf dem Land ist es wohl immer noch in den Köpfen, dass kleine Kinder nicht zu früh aus dem Elternhaus gegeben werden sollten", glaubt der Bürgermeister, wenn fünf der sechs Krippenplätze für das nächste Kindergartenjahr noch frei sind.

Dabei würden die Kinder durch den Aufenthalt in der Krippe in ihrer Entwicklung gefördert - "das tut ihnen gut", ist Beer überzeugt. Eltern, die diesen Schritt für die Lebensplanung ins Auge fassten, bräuchten sich keinen Vorwürfen aussetzen, sie würden ihre Kinder "abgeben" oder gar "wegsperren". Um derlei Hemmschwellen abzubauen, strebt der Schwarzachtal-Kindergarten demnächst eine enge Kooperation mit der Mutter-Kind-Gruppe an.

Gerhard Würl, Familienbeauftragter der Marktgemeinde, spricht von einer "Kindertagesstätte", wenn er über den Schwarzachtal-Kindergarten redet. Er sieht ihn als "Vollleistungsbetrieb im Vorschulkinder-Bereich" und als wichtigen Faktor, damit die Marktgemeinde für junge Familien attraktiv bleiben kann. Die Einrichtung schaffe die Rahmenbedingungen, wenn junge Mütter wieder in die Arbeitswelt zurückkehren möchten und garantiere so auf Ortsebene die vielfach geforderte Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

"Sind gut aufgestellt"

Nach Würls Dank für das Engagement des Personals, betont Inge Ruider, wie sehr das Erzieher-Team von den verschiedenen Fortbildungen profitiert habe - "sowohl für unsere eigene Arbeit, als auch für den Umgang mit den Kindern." Bürgermeister Beer sieht den Schwarzachtal-Kindergarten räumlich und auch von der Personalausstattung her "gut aufgestellt", rund 100 000 Euro im Jahr sei die Einrichtung der Gemeinde wert. Wichtig war ihm noch darauf hinzuweisen, dass der Betrieb überkonfessionell ist - "wir sind eine gemeindliche Einrichtung und kein klassischer kirchlicher Kindergarten". Über den Betrieb und die Erziehungsarbeit im Schwarzachtal-Kindergarten können sich Familien aus der Marktgemeinde und auch darüber hinaus beim Kindergartenfest am Sonntag, 17. Mai , informieren. Auskünfte sind auch telefonisch unter 09672/915115 möglich.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.