Polizei-Experte: Mit gesundem Misstrauen ins Internet
Wo im Netz die Gefahren lauern

Referent Franz Stockerl.
Lokales
Schwarzhofen
05.12.2014
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Polizeihauptkommissar Franz Stockerl weiß, wann es kritisch wird im weltweiten Netz. Auf Einladung des Familien- und Seniorenbeauftragten Gerhard Würl und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde legte er den Finger auf wunde Punkte im Umgang mit dem Internet.

Unter Einhaltung des Datenschutzes konnte Stockerl die Bedeutung der Thematik mit wahren Vorfällen aus seiner dienstlichen Tätigkeit, auch aus dem Nahbereich, sehr anschaulich und für die Zuhörer gut nachvollziehbar erläutern. Da Internet und digitale Medien mittlerweile feste Bestandteile des Alltags geworden sind (bei Jugendlichen praktisch zu 100 Prozent), bestehe ein großes Gefahrenpotential. "Jeder Nutzer sollte den sicheren Umgang beherrschen", mahnte Stockerl. Die größten Gefahren lauern demnach in den sozialen Netzwerken, auf Internetseiten mit nicht erkennbarer Schadsoftware, bei E-Mail-Anhängen und harmlos erscheinenden Downloads. "Gesundes persönliches Misstrauen ist der wichtigste Schutz", so der Rat des Experten.

Aktueller Virenschutz sei Pflicht zum Schutz vor Schadprogrammen, meinte Stockerl. Beim Online-Banking würden Banken nie online persönliche Daten abfragen, deshalb sollten auch keine persönlichen Angaben bei solchen Anfragen gemacht werden. Der Fachmann empfahl, Kinder zum kritischen Umgang mit sozialen Netzwerken zu erziehen, die Missbrauchsgefahr sei groß. "Im Internet sollte man nur das unbedingt Nötige preisgeben - das Internet vergisst nicht", lautete sein Grundsatz. Mit aktueller Software und Updates könne man außerdem Sicherheitslücken vermeiden.

Betriebssysteme mit hoher Verbreitung sind nach Ansicht von Stockerl nach Möglichkeit zu meiden, weil diese für Kriminelle sehr lohnend sind für Angriffe und Betrug. Dagegen sei ein Betriebssystem auf Linux-Basis sehr sicher und zudem auch noch kostenlos.
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