Schneller Datenfluss für alle

Lokales
Schwarzhofen
14.07.2015
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Die Marktgemeinde knüpft weiter am Breitbandnetz. Nachdem bisher nicht einmal 60 Prozent der Fördersumme fürs schnelle Internet ausgeschöpft sind, soll nun doch das komplette Gemeindegebiet in den Genuss hoher Verbindungsraten kommen.

Einstimmig hat sich der Marktgemeinderat dafür ausgesprochen, den Breitbandausbau fortzusetzen. Bürgermeister Maximilian Beer hatte zuvor informiert, dass vom Förderhöchstbetrag von 960.000 Euro "noch ein Puffer da ist". Mit einer Deckungslücke von 559.119 Euro hatte die Telekom für die erste Phase ein unerwartet günstiges Angebot zur Erschließung der sechs Altgemeinden abgegeben.

Mit dem "Förderrest" soll in einer zweiten Runde auch das übrige Gemeindegebiet auf die Datenautobahn auffahren können. Eine erste Planung dafür stellte im Rathaussaal Manfred Gebhardt, Mitarbeiter der Beraterfirma IK-T (Regensburg), vor. Danach ist vorgesehen, in Demeldorf und Denglarn je einen neuen Kabelverzweiger zu errichten, während in Raggau, Laubenhof Krimling, Ziegelhof, Höfen und Grasdorf die Glasfaserleitungen "bis ins Haus" verlegt werden sollen. Die Verbindungsraten werden sich zwischen 30 und "mindestens 50 Megabit" bewegen.

Ausschreibung im Herbst

Der weitere Ablauf sieht vor, dass in der Sommerpause in die Markterkundung eingestiegen wird. Im Oktober/November könnte die Ausschreibung erfolgen. Wenn alles nach Plan läuft, kann der Vertrag im nächsten Jahr unterschrieben und mit der Umsetzung begonnen werden. Die Gemeinderäte erklärten sich mit der Ausbau-Planung einverstanden. Per Beschluss wurde der Höchstbetrag für die Wirtschaftlichkeitslücke auf 510.000 Euro gedeckelt.

Einstimmig erklärte das Gremium seinen Beitritt zur Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) "Zwischen Murach und Regen". Die Gemeinden Neunburg, Rötz, Schwarzhofen, Bruck, Neukirchen-Balbini, Stamsried, Dieterskirchen, Thanstein, Pösing und Bodenwöhr wollen hier gemeinsame Probleme in interkommunaler Zusammenarbeit bewältigen.

Bürgermeister Beer verwies darauf, dass in einer ILE für Projekte von Flurneuordnung, Dorferneuerung und Wegebau ein um zehn Prozent erhöhter Fördersatz beantragt werden könne. Für ein nötiges Konzept muss die Gemeinde 2000 Euro beisteuern. Ebenso ohne Gegenstimme wurde der Beitritt zum neugegründeten "Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf" beschlossen und der Satzungsentwurf anerkannt. "Wenn wir künftig nicht auf unserem Klärschlamm sitzen bleiben wollen, haben wir eigentlich keine Alternative", verdeutlichte der Bürgermeister. 3000 Euro müssen als Gründungseinlage geleistet werden.

Betreuungsplätze festgelegt

Eine Formsache war die Anerkennung der sogenannten bedarfsnotwendigen Betreuungsplätze im Schwarzachtal-Kindergarten durch den Marktgemeinderat. Künftig bereitgehalten werden ein Platz für Kinder unter einem Jahr, sechs Plätze für Kinder von einem Jahr bis unter drei Jahre, 34 Plätze für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt, fünf Plätze für Schulkinder sowie ein Platz in qualifizierter Tagespflege.
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