"Siebener" mit Ortskenntnis

Die Feldgeschworenen (von links) Hans Gürtler, Hans Kraus, Norbert Schießl und Franz Fischer tauschten sich mit Bürgermeister Maximilian Beer und den Vermessungsamtsvertretern (von rechts) Lambert Willax, Günter Hansowitz und Robert Feldbauer aus. Bild: mad
Lokales
Schwarzhofen
04.02.2015
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Sie sind die Hüter der Flurgrenzen: Die Feldgeschworenen des Marktes Schwarzhofen kamen zu einer Besprechung mit Vertretern der Vermessungsbehörde zusammen. Geometer Robert Feldbauer stellte sich als neuer Ansprechpartner vor.

Im Rathaussaal hieß Bürgermeister Maximilian Beer die vier aktiven Feldgeschworenen sowie die zuständigen Behördenvertreter vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Nabburg willkommen: Vermessungsoberrat Günter Hansowitz, Vermessungsgruppenleiter Robert Feldbauer und Mitarbeiter Lambert Willax. Eine Gedenkminute wurde dem im Vorjahr verstorbenen Feldgeschworenen Max Ebneth gewidmet.

Wie Günter Hansowitz informierte, seien in Bayern über 21 000 Feldgeschworene tätig, darunter auch etwa 40 Frauen. Er erinnerte daran, dass es im Amt Nabburg und der Außenstelle Neunburg seit der jüngsten Versammlung einen erheblichen Personalwechsel gab. Er kündigte eine Phase der "Stabilisierung" an, neuer ständiger Ansprechpartner - auch für Schwarzhofen - sei nun Robert Feldbauer.

Neues Datenbanksystem

Laut Hansowitz nehmen 31 von 33 Kommunen am neuen Förderprogramm (Fördersatz 90 Prozent) zum Ausbau des schnellen Internets teil, als eine der ersten Gemeinden ging Schwarzhofen mit ins Rennen. Er warf noch einen Blick auf das neue bundesweit einheitliche Datenbanksystem "Alkis" für die Ämter. Mitarbeiter Lambert Willax sei bereits daran geschult, ab Aschermittwoch werde die Umstellung des Systems erfolgen, vorher noch werden die Mitarbeiter daran ausgebildet.

Als neuer örtlicher Ansprechpartner für die Feldgeschworenen stellte sich Robert Feldbauer vor. Der Vermessungsgruppenleiter wechselte zu Jahresbeginn an die Amtsaußenstelle nach Neunburg und betreut als Geometer den dortigen Amtsbezirk. Er schloss seine Ausbildung 2001 ab und war seither in Cham tätig. 2013 hat er eine Ausbildung zur weiteren Qualifizierung begonnen und die Prüfung 2014 erfolgreich bestanden, zum 1. Januar wurde Feldbauer nach Neunburg versetzt.

Bürgermeister Beer ließ das letzte Feldgeschworenen-Treffen Revue passieren und trug Auszüge aus dem Protokoll vor. Er gab bekannt, dass es neue Stundensätze gebe und rief in Erinnerung, dass ein Feldgeschworener auf Lebenszeit in diesem Ehrenamt diene. Den Amtsvertretern stellte er die vier aktiven Feldgeschworenen vor: Obmann Norbert Schießl ist seit 24 Jahren dabei und seit 2007 Obmann, er verteilt die Aufträge. Sein Stellvertreter (seit 2013) Hans Gürtler ist seit 2006 im Amt, Hans Kraus (schon sein Großvater war Feldgeschworener, sein Vater viele Jahre lang Obmann) und Franz Fischer seit 2007. Als passive Feldgeschworenen sind Max Wellnhofer senior und Franz Müller registriert.

Bedeutende Aufgabe

Vermessungsoberrat Hansowitz betonte die Bedeutung der Feldgeschworene oder "Siebener", wie sie im Volksmund heißen: Sie verfügten über wichtige Orts- und Personenkenntnisse. Zudem spare ihr Einsatz Kosten im Vergleich zu einem Mitarbeiter des Amtes. Der Bürgermeister dankte den Feldgeschworenen für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit und wünschte sich eine weitere gute Zusammenarbeit mit der Vermessungsbehörde.
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