Signal für Steinbruch bleibt grün

Lokales
Schwarzhofen
02.04.2015
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Bereits vergangenen September hatte der Marktgemeinderat die Neugenehmigung für die Errichtung und den Betrieb eines Steinbruches in Haag durch die Baufirma Seebauer auf den Weg gebracht. Am Montag musste sich das Gremium noch einmal mit dem Vorgang befassen.

"Es ist die gleiche Situation wie im September, es haben sich keine Änderungen ergeben", erklärte Bürgermeister Maximilian Beer dazu. "Wir können das gemeindliche Einvernehmen geben, die Details prüfen dann die Fachbehörden", signalisierte er, da aufgrund der Unterlagen eine genehmigungsfähige Anlage vorliege. CWU-Rat Martin Ruider war da anderer Meinung, denn im aktuellen Antrag gehe es um eine Neuerrichtung, nicht mehr um eine Neugenehmigung. Er argumentierte, dass die Betriebszeiten im Steinbruch, von 6 bis 20 Uhr an sechs Tagen in der Woche, sowie der damit einhergehende Lkw-Verkehr, nicht zu einer familienfreundlichen Kommune wie Schwarzhofen passten. Ruider beantragte, dass wenigstens samstags nur von 9 bis 16 Uhr Sprengungen erfolgen dürften. Sein Gesuch wurde mit 2:8 Stimmen abgelehnt.

Fusion zweier Steinbrüche

Einstimmig fiel dann der Beschluss zur Erweiterung, Zusammenlegung und Tieferlegung von bereits vorhandenen Werksteinbrüchen in Haag aus. Der Antrag musste neu auf die Tagesordnung, weil die beteiligten Fachstellen gefordert hatten, die Antragsunterlagen anzupassen. Abbaufläche und Volumen entsprachen aber dem Antrag von 2014. Jetzt handelte es sich um eine Neuerrichtung, da zwei Steinbrüche zusammengelegt werden. Ratsmitglied Helmut Seebauer senior durfte bei beiden Beschlüssen nicht mitstimmen. Die Räte Edmund Sukale und Josef Fink fehlten bei der Sitzung aus gesundheitlichen Gründen.

Für den erkrankten VG-Geschäftsstellenleiter André Schille war Alexander Wild eingesprungen und erläuterte als Sachbearbeiter für das Feuerwehrwesen Punkt fünf auf der Tagesordnung. Seine Empfehlung lautete, bei der Beschaffung von neuen Atemschutzgeräten für die Feuerwehr Schwarzhofen auch gleich vier Totmannmelder für 600 Euro mitzubestellen. Diese müssten bald ersetzt werden und würden dann 850 Euro kosten. Der Gesamtauftrag wurde für 6050,63 Euro an die Firma Krümpelmann vergeben. Da Johann Meier, Schwarzeneck, und Markus Kaiser, Baumhof, die erforderlichen Lehrgänge vorweisen können, stand ihrer Bestätigung als Kommandanten der Feuerwehr Schwarzeneck nichts im Wege. Ohne Diskussion genehmigte das Gremium den Anbau eines Wintergartens an ein Gebäude durch Thomas Hofweber in Demeldorf.

Mit Kamera in den Kanal

Einstimmig nahmen die Räte auch die Vorverkaufsrechtsatzung vom 24. Februar 2015 an. Darin wird ein besonderes Vorkaufsrecht begründet für unbebaute Grundstücke im Geltungsbereich eines Bebauungsplans oder zur Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung. Zum Schluss erhielt die Firma Nemmer aus Miltach den Auftrag, die TV-Befahrung und Kanalspülung in Schwarzeneck/Klosterhäuser und in der Hennensteig-Siedlung vorzunehmen. Dafür entstehen Kosten in Höhe von 5701,05 Euro.
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