Stimmen gegen Not erhoben

Priorin Annette Fecker (vorne, rechts) und ihre afrikanischen Mitschwestern bedankten sich für die Spende bei den Vertretern des Kirchenchors Schwarzhofen. Bild: mad
Lokales
Schwarzhofen
02.04.2015
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Der afrikanische Kontinent rückte ganz nah: Drei Ordensfrauen aus Simbabwe gestalteten einen Gottesdienst in der Pfarrkirche mit Gesang und Trommelklängen. Der Kirchenchor sorgte für einen warmen Geldregen.

Die Gläubigen erlebten eine Feier, die Bayern und Afrika einte. Zusammen mit dem Kirchenchor gestalteten drei junge Schwestern aus Simbabwe, die in Strahlfeld, im Kloster der Missionsdominikanerinnen vom Heiligsten Herzen Jesu, für ein Jahr hospitieren, den Gottesdienst musikalisch. Die Ordensfrauen begleiteten schon den Einzug von Pfarrer Markus Urban und ließen mit klaren, ausdrucksvollen Stimmen und rhythmischen Trommelklängen aufhorchen.

Applaus im Kirchenschiff

Im weiteren Verlauf erhoben die jungen Schwestern immer wieder ihre Stimme. Sie brachten Lieder aus ihrem Lebensumfeld zu Gehör, wobei ihr Rhythmusgefühl und ihre Lebensfreude für alle Zuhörer spürbar wurden. Zum Abschluss der Messfeier brandete spontaner Beifall durchs Kirchenschiff. Im Anschluss nutzte der Kirchenchor die Gelegenheit, eine weitere Spende für die Arbeit von Missionsschwester Bonaventura Kraus zu übergeben. Beim Neujahrskonzert waren 1610,10 Euro von den Besuchern gespendet worden, das Geld gaben Vorsitzender Rudolf Kaiser, die musikalischen Leiter Gabriele und Dr. Adolf Scharf sowie Pfarrer Urban an Schwester Annette Fecker, Priorin des Klosters Strahlfeld, weiter. Mit dem Geld wird Schwester Bonaventura in ihrer Sorge um Straßen- und Waisenkinder unterstützt. Wo genau die Spenden hingehen, erfuhren die Besucher im Anschluss bei einer Infoveranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung im Pfarrheim. Auf Anregung von Elisabeth Schreier stellte Schwester Daniela Meier Land und Leute vor. Sie lieferte umfassende statistische Daten und beschrieb die Arbeit der Ordensschwestern in Simbabwe.

Spenden aus Europa

Das Mutterhaus der Ordenskongregation (gegründet 1891) steht in Harare, derzeit leben 227 Schwestern im Land. Die Kongregation hat etliche Standorte und betreibt Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Wohnheime für Aids-Waisen. Ein Hauptproblem beim Betrieb ist die Wasser- und Stromversorgung. Ein Großteil der nötigen Gelder wird über Spenden aus Europa finanziert, darunter auch die "Zuschüsse" des Kirchenchors Schwarzhofen.

Zwischendurch erfreuten die drei jungen Schwestern nochmals mit ihren Liedern. Abschließend überreichten Elisabeth Schreier und Bastian Obendorfer einen Geschenkkorb an Schwester Daniela und dankten für die ausführlichen Informationen.
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