Talente ermitteln und fördern

Schulleiterin Beate Vetterl (Dritte von links) nahm die Urkunden für die "Flexible Grundschule" entgegen. Über die offizielle Ernennung freuten sich (von links) Schulamtsdirektor Georg Kick, Bürgermeister Maximilian Beer (Schwarzhofen) MdL Alexander Flierl, Bürgermeister Markus Dauch (Neukirchen-Balbini) und Marktrat Helmut Seebauer. Bild: pko
Lokales
Schwarzhofen
22.07.2015
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Immer mehr Schulen in Bayern setzen erfolgreich das Schulprofil "Flexible Grundschule" um. Im Landkreis Schwandorf übernehmen die Dr.-von-Ringseis-Schule Schwarzhofen und die Grundschule Neukirchen-Balbini eine Vorreiterrolle.

Seit diesem Unterrichtsjahr wird an beiden Standorten entwicklungsgerecht unterrichtet. Die offiziellen Urkunden des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus überreichte Landtagsabgeordneter Alexander Flierl (CSU) bei einer Feierstunde in der Aula in Schwarzhofen.

Beate Vetterl, Rektorin an beiden Schulen, nahm die Urkunden entgegen. "Wir haben uns im Lehrerkollegium einstimmig für diese neue Unterrichtsform entschieden", erklärte sie den Ehrengästen. Von Anfang an seien aber auch Schulamtsdirektor Georg Kick, die beiden Bürgermeister Maximilian Beer (Schwarzhofen) und Markus Dauch (Neukirchen-Balbini) und die Eltern zu dem Projekt gestanden.

In Lerngruppen zum Erfolg

Etwas vereinfacht beschrieb die Schulleiterin, was eine Flexible Grundschule ausmacht: In Lerngruppen, wie im Kindergarten, lernen Schüler verschiedenen Alters miteinander. Jeder könne etwas gut, und das werde herausgefunden und unterstützt. In allen Klassen werde an einem gemeinsamen Thema gearbeitet. Die verschiedenen Aufgaben dazu löse jedes Kind in seinem eigenen Tempo. "Da kann es sein, dass ein Erstklässler durchaus in der zweiten Klasse mitarbeitet oder ein Zweitklässler Sachen aus der ersten Jahrgangsstufe wiederholt", erklärte Vetterl. Wichtig sei vor allem, miteinander und voneinander zu lernen und viel über das Lernen zu reden.

Pro Jahr finde außerdem ein "Lernentwicklungsgespräch" zwischen Lehrer, Eltern und Schüler statt. "Zusammenarbeit, damit das Kind gut lernen kann", umschrieb Vetterl diese Erziehungspartnerschaft. Flexible Verweildauer bedeute, dass der Stoff im eigenen Tempo in einem aber auch bis zu drei Jahren erarbeitet werden könne. Renate Vetterl dankte ihren Kolleginnen Manuela Spießl, Stefanie Hauser, Sonja Mühlbauer und Claudia Binner für die Unterstützung. Diese seien mit viel Herzblut bei der Sache. Beispielsweise hält Stefanie Hauser bereits Fortbildungen für Lehrkräfte im ganzen Bezirk Oberpfalz.

Grundschulen im Fokus

"Das Wichtigste sind die Kinder, sie verdienen diese Aufmerksamkeit", fasste Schulamtsdirektor Georg Kick zusammen und lobte das Engagement an den beiden Schulen. Mit am Erfolg beteiligt sei auch Schulsekretärin Birgit Muggenthaler. "Unterstützt die Kleinsten", appellierte MdL Alexander Flierl und sah den Fokus der Staatsregierung auf die Grundschulen gelegt. Die Bürgermeister Maximilian Beer und Markus Dauch sagten, wie stolz sie auf ihre Schulleitung und das Team dahinter seien und bekräftigten - "wir gehören zusammen". Die Kinder hatten die Gäste mit dem Lied "Hallo" begrüßt und feierten - eben ganz flexibel - anschließend gleich das Buchstabenfest, das der Elternbeirat für sie vorbereitet hatte.
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