Tipps für Eltern - "Kind muss sich angenommen fühlen"
Erziehung braucht klare Linie

Bernhard Suttner gab Erziehungstipps. Bild: mad
Lokales
Schwarzhofen
08.05.2015
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Für Bernhard Suttner steht fest: "Eltern müssen Autoritäten, aber auch gute Vorbilder sein." Bei einem Elternabend an der Dr.-von-Ringseis-Schule beleuchtete er das Thema "Wie viel Eltern braucht ein Kind?".

Schulleitung und Elternbeirat hatten den Vortragsabend in Zusammenarbeit mit dem Verein "Katholische Elternschaft in Deutschland" organisiert. Zum Auftakt empfahl Bernhard Suttner, Referent der Diözese Regensburg, sich bei der Erziehung auf der Linie zwischen Freiheit und Liebe zu bewegen, um den "Spagat zwischen Vernachlässigung und Überbehütung" zu schaffen.

Es gelte, die Erziehung an die Situation und das Alter des Kindes anzupassen. Suttner stellte unaufgebbare Elternfunktionen heraus. Er nannte die materielle Sicherung ebenso wie die seelische Sicherung. Krisen in der Partnerschaft und auch Erziehungsprobleme müssten rechtzeitig und aktiv bearbeitet werden - bei Bedarf auch mit professioneller Hilfe. Bedeutsam sei die Kommunikation, man müsse Zeit für Gespräche und Unternehmungen haben.

"Ein Kind braucht das Gefühl, dass es so angenommen wird, wie es ist", verdeutlichte der Referent. Die Eltern dürften nicht ständig vergleichen oder unzufrieden sein. "Richten Sie den Blick auf das, was da ist und nicht auf das, was fehlt." Er empfahl, Regeln und Werte zu vermitteln, sie ordneten das Leben und machten es sicherer.

Insgesamt beschrieben die aufgezeigten Eltern-Funktionen den Begriff "Autorität". Für Bernhard Suttner müssen Eltern Autoritäten sein, ebenso wie in einem Betrieb werde auch in einer Familie "eine gute Chefin oder ein guter Chef benötigt". Und gute Chefs halten sich an die eigenen Vorgaben und geben damit ein Vorbild ab.
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