Treue Sodalen als Stütze

Beim Konvent der MMC-Verbände aus Schwarzhofen und Dieterskirchen ehrte Zentralpräses Pater Josef Schwemmer (rechts) mehrere langjährige Sodalen. Bild: mad
Lokales
Schwarzhofen
17.06.2015
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Bei einem gemeinsamen Konvent haben die Marianischen Männerkongregationen (MMC) aus Schwarzhofen und Dieterskirchen treue Mitglieder geehrt. Zentralpräses Josef Schwemmer stellte Papst Franziskus in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen.

Gemeinsam mit Ortspfarrer Markus Urban zelebrierte Pater Schwemmer eine Messe zum Gedenken an die verstorbenen Sodalen in der Pfarrkirche. Seine Predigt stellte der Zentralpräses unter das Motto "Papst Franziskus - neuer Wein gehört in neue Schläuche". Schwemmer verdeutlichte, dass Franziskus auf dem Stuhl Petri der erste Nichteuropäer seit 1200 Jahren, der erste Vertreter Amerikas überhaupt und seit über 100 Jahren der erste Ordensmann (Jesuit) sei.

Für mehr Menschlichkeit

Gerade weil auch Jesus arm gewesen sei, fühle sich Franziskus den Armen besonders verpflichtet. Besonders diesen Aspekt betone der Heilige Vater immer wieder - gerade in einer Kirche, die Gefahr laufe, mit dem Zeitgeist und den Mächtigen zu buhlen. Josef Schwemmer verdeutlichte dies mit einigen Aussagen des Papstes, der unter anderem den "Glauben an den Geld-Gott" anprangert und dazu appelliert, Flüchtlinge mit mehr Menschlichkeit aufzunehmen. Das Anhäufen materieller Güter stempelte Franziskus als "Krankheit" ab.

Gleichzeitig setze der Papst neue Akzente in der Ökumene sowie in der Frage zur Stellung der Frau in der Kirche. So sollen mehr Frauen in Beratungsgremien und Leitungsämter berufen werden. Die Verbindung des Pontifex zur Gottesmutter verdeutlichte Schwemmer mit dem Bild "Maria Knotenlöserin" aus der Wallfahrtskirche Sankt Peter in Augsburg. Dieses hatte Jorge Mario Bergoglio, so der bürgerliche Name des Papstes, 1986 entdeckt und in seine Heimat Argentinien eine Postkarte des Gemäldes mitgenommen. Mittlerweile findet sich in der Vorortkirche von San Jose del Talar in Buenos Aires eine Reproduktion des Bildes in Originalgröße - und die Kopie habe es zu größerer Berühmtheit gebracht als das Original.

Beim anschließenden Konvent im Pfarrheim Schwarzhofen hieß der Zentralpräses die Sodalen zusammen mit Obmann Johann Ruhland (Dieterskirchen) willkommen. In beiden Pfarreien sind über 200 Mitglieder registriert - in Schwarzhofen 77, in Dieterskirchen 125. In der Pfarrei Schwarzhofen ist der langjährige Obmann Johann Plößl heuer verstorben, ein Nachfolger bisher nicht gefunden. Pater Schwemmer appellierte dazu, die Last auf mehrere Schultern zu verteilen und dabei niemanden unter Zeitdruck zu setzen. Als Mitarbeiter stehen Albert Köppl und Peter Köppl zur Verfügung, Albert Plößl kann mithelfen. In Dieterskirchen stehen Richard Brunner, Karl Graf und Xaver Graf als Helfer bereit.

Seit Jahrzehnten dabei

Zentralpräses Josef Schwemmer sprach Gebete für die seit dem letzten Konvent verstorbenen Sodalen. Danach händigte er Ehrennadeln an langjährige Mitglieder aus. Aus der Pfarrei Schwarzhofen wurden Josef Fröhler für 60 Jahre, Johann Ziereis für 50 Jahre, Johann Eckl und Franz Ruhland für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Aus der Pfarrei Dieterskirchen wurden Georg Schwingl, Siegfried Rascher, Josef Köppl und Alois Dirscherl für 25 Treue ausgezeichnet.

Bei einer Gesprächsrunde übergab Pater Schwemmer Bilder der "Maria Knotenlöserin", er hatte eine Reihe von Anregungen und Denkanstößen parat und ging auf Fragen der Sodalen ein. Gemeinsame Lieder und Gebeten beschlossen den Konvent.
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