Vor Auffahrt zur Datenautobahn

Lokales
Schwarzhofen
24.10.2014
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Die Aussicht auf schnelles Internet macht die Bürger mobil: Der Rathaussaal platzte fast aus allen Nähten, als der Marktgemeinderat die weitere Marschroute beim Breitbandausbau absegnete.

Wie versprochen, lud Bürgermeister Maximilian Beer sofort nach den jüngsten Gesprächen mit Anbietern für den angestrebten Breitbandausbau zu einer außerordentlichen Marktgemeinderatssitzung ein. Die Räte kamen vollzählig in den Sitzungssaal, in dem vor lauter Zuhörer kein Platz mehr zu ergattern war. Nach drei Stunden intensivster Beratung, konstruktiver Diskussion und sehr sachlicher Herangehensweise an das Thema konnte einstimmig ein zukunftsweisender Beschluss gefasst werden. So sollen sämtliche Bürger der Marktgemeinde bald schneller auf der Datenautobahn unterwegs sein können.

Für Kabel Rohre einplanen

Der Beschluss dafür legte fest, dass das Verfahren über den örtlichen Breitbandausbau fortgeführt wird. Folgende Maßnahmen sind in einem ersten Verfahrensschritt umzusetzen: Ausbau der Breitbandversorgung in Erweiterung des Beschlusses vom 26. Mai 2014 mit einem voraussichtlichen Kostenanteil für den Markt von 96 904 Euro. Bei Nichtausschöpfung der Fördermittel oder einem neuen Breitbandförderprogramm (Land oder Bund) ist der weitere Ausbau zu prüfen und dem Marktgemeinderat zur Entscheidung vorzulegen.

Bei zukünftigen Straßenbau- und Straßensanierungsmaßnahmen sind Leerrohre für die nötigen Kabel, soweit sinnvoll, einzuplanen. Ebenso bei der Oberbauverstärkung der Gemeindeverbindungsstraße Demeldorf-Mallersdorf, bei der die Rohre in die Planungen aufgenommen werden sollen. Der Bürgermeister wird ermächtigt, die notwendigen Schritte umzusetzen. Dem Marktgemeinderat ist regelmäßig Bericht zu erstatten.

Damit zusätzlich ein Fördergeld von 50 000 Euro mitgenommen werden kann, sprachen sich die Markträte geschlossen dafür aus, dass der Markt Schwarzhofen beabsichtigt, beim Breitbandausbau mit den anliegenden Gemeinden interkommunal zusammenzuarbeiten. Beer wurde ermächtigt, die nötigen Vereinbarungen mit in Frage kommenden Nachbargemeinden abzuschließen.

Vergabe im Dezember

Für technische Fragen stand Manfred Gebhardt von der Firma IK-T zur Verfügung. Der Berater für den Breitbandausbau konnte den Anwesenden genau erläutern, wo Kabelverzweiger erforderlich sind. Momentan läuft die Ausschreibung für das Verfahren, und die Umsetzung soll 2015/2016 erfolgen. Für 23. Dezember 2014 ist eine Submission (Vergabe an den günstigsten Anbieter) mit anschließenden Nachverhandlungsrunden mit jedem Anbieter geplant.
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