Marktgemeinderat verabschiedet Etat ohne Gegenstimme
Mit Haushalt auf stabilen Beinen

Politik
Schwarzhofen
15.03.2016
31
0

Mit ihren Finanzen bleibt die Marktgemeinde auf Kurs: Rund 750 000 Euro stehen heuer im Haushalt für Investitionen zur Verfügung, gleichzeitig sinken die Schulden weiter. Der Bürgermeister freut sich, dass erneut die "Quadratur des Kreises" gelingt.

Der Etat für 2016 samt Haushaltssatzung und Stellenplan sowie das Investitionsprogramm bis 2019 sind am Montag im Marktgemeinderat einstimmig genehmigt worden. Im Vorfeld bedankte sich Bürgermeister Maximilian Beer bei den Fraktionen für das konstruktive Klima in den Vorbesprechungen - "da haben wir einige richtungsweisende Pfeile gesetzt". Das Zahlenwerk für dieses Jahr weise "immerhin" ein Gesamtvolumen von rund 3,18 Millionen Euro auf. Ein Dank galt Kämmerin Martina Held für die detaillierte Aufstellung der Daten.

Der Bürgermeister rückte mehrere Einzelpositionen ins Blickfeld: Bei den Einnahmen erhöhen sich die Schlüsselzuweisung um 20 300 Euro und der Einkommensteueranteil um rund 35 000 Euro. Bei den Ausgaben wird - trotz steigender Umlagekraft - mit einem Rückgang der Kreisumlage um 7850 Euro gerechnet und bei der Gebäudebewirtschaftung können Dank günstiger Heizölpreise über 14 000 Euro eingespart werden. Das Budget für Straßenunterhalt ist von 20 000 Euro (2015) auf 45 000 Euro erhöht worden.

Beer begrüßte es, dass beim Schuldenstand "der Daumen weiter nach unten zeigt". Dieser werde sich zum Jahresende bei rund 2,04 Millionen Euro bewegen, noch vor fünf Jahren seien es noch fast eine halbe Million Euro mehr gewesen. Den eingeschlagenen Kurs zur Konsolidierung bezeichnete der Bürgermeister als Gemeinschaftsleistung des gesamten Gemeinderats - wir haben uns miteinander in die selbe Richtung bewegt".

Vor der Abstimmung wurde das Investitionsprogramm um zwei Vorhaben ergänzt: Für die Dorferneuerung Schönau wird 2017 eine Summe von 10 000 Euro für einen geplanten Backofen angesetzt. Weitere 35 000 Euro wurden ins Zahlenwerk aufgenommen, um für den angedachten Kauf eines Mannschaftstransportwagens für die Feuerwehr Schwarzhofen gewappnet zu sein. "Sollte das Vorhaben wirklich kommen, bräuchten wir ansonsten einen Nachtragshaushalt, um einen Förderantrag stellen zu können", verdeutlichte der Bürgermeister.

Die Grundlagen für den neuen Etat stammen aus dem Vorjahr. "Ein sehr sparsames und wirtschaftliches Jahr liegt hinter uns", stellte Maximilian Beer bei der Bekanntgabe des Rechnungsergebnisses 2015 fest. In Folge erhöhten sich die Rücklagen auf rund 114 00 Euro. Davon werden heuer 90 000 Euro zur Finanzierung der Investitionen verwendet.

Das Ergebnis beim Großteil der Einnahmen und Ausgaben fiel positiv aus. Fast verdreifacht hat sich die Zuführung an den Vermögenhaushalt - von angesetzten 65 900 Euro auf über 190 500 Euro. Mit Blick auf die roten Zahlen freute sich der Bürgermeister, "dass wir zusehends vom Schuldenberg runterkommen". Dank Konsolidierungsmitteln und einem strikten Sparkurs seien seit 2008 fast 1,5 Millionen Euro Miese abgebaut worden. "Uns ist sozusagen die Quadratur des Kreises gelungen", verwies Beer darauf, dass im Etat trotzdem immer wieder Platz für richtungsweisende Investitionen gewesen sei.

Eckdaten zum HaushaltsplanGesamtvolumen: 3,18 Millionen Euro; Verwaltungshaushalt: 2,23 Millionen Euro; Vermögenshaushalt: 944 200 Euro.

Wichtigste Einnahmen: Einkommensteuer 605 000 Euro; Schlüsselzuweisung 468 000 Euro; Gewerbesteuer 200 000 Euro; Benutzungsgebühren 192 000 Euro.

Wichtigste Ausgaben: Kreisumlage 512 400 Euro, Personalausgaben 441 400 Euro, Verwaltungs- und Betriebsaufwand 418 500 Euro, VG-Umlage 255 300 Euro; Schulden: 2,037 Millionen Euro (zum Jahresende erwartet) Pro-Kopf-Verschuldung: 1425,64 Euro. Kreditaufnahme: 122 750 Euro; Rücklagen: Entnahme von 90 000 Euro geplant.

Zuführung zum Vermögenshaushalt: 153 450 Euro, die Pflichtzuführung (123 300 Euro) wird übertroffen.

Einige Investitionen: GVS Häuslern-Klosterhäuser 360 000 Euro; Breitbanderschließung 110 000 Euro; Löschwasserzisterne Höfen 94 500 Euro; Förderung von Privatmaßnahmen im Zuge der Altortsanierung 85 000 Euro. (mp)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.