Markträte billigen Planung für Ausbau der Gemeindestraße Häuslern-Klosterhäuser
"Meilenstein" für marode Straße

Auf einer Länge von 500 Metern wird die Gemeindeverbindungsstraße Häuslern-Klosterhäuser saniert und ausgebaut. Die Planung des Ingenieurbüros Posel aus Cham ist im Marktgemeinderat einstimmig gebilligt worden. Bild: Mardanow
Politik
Schwarzhofen
15.12.2015
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"Es wird kein Vierer vorne stehen", versichert Johannes Posel. Der Ingenieur aus Cham rechnet beim Ausbau der Straße von Häuslern nach Klosterhäuser mit Kosten von rund 398 400 Euro. Einer Kostbarkeit neben der Strecke gilt das besondere Augenmerk.

Der Marktgemeinderat hat am Montag die Planung für den Ausbau der Gemeindestraße Häuslern-Klosterhäuser gebilligt. Bürgermeister Maximilian Beer eröffnete dem Gremium, dass das Projekt - im Gegensatz zur ersten Kostenschätzung - teuerer werde: War man 2013 noch von 335 000 Euro Baukosten und 34 000 Euro für Planung und Bauleitung ausgegangen, haben sich bei den konkreten Planungen nun Kosten von 398 406,11 Euro errechnet.

Zwei Flächen erwerben


Auch bei den Nebenkosten werde mit einer Erhöhung kalkuliert. Um das Projekt angehen zu können, muss die Gemeinde außerdem an der Straße zwei Teilflächen - 37 und 39 Quadratmeter groß - erwerben. "Wir werden im Kostenrahmen bleiben", signalisierte der beauftragte Planer, Diplom-Ingenieur Johannes Posel, der Versammlung, es werde "kein Vierer" vorne stehen.

Gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Lena Kammermeier stellte Posel die Planung vor. Vorgesehen ist, die Gemeindeverbindungsstraße auf einer Länge von 500 Metern auszubauen - mit einer Fahrbahnbreite von 5 Metern. Das Teilstück erstreckt sich von der Einmündung in die Kreisstraße SAD 40 bei Häuslern bis kurz nach der Kapelle bei Klosterhäuser. Die Zufahrt von der Kreisstraße wird als "Trompete" mit Randstreifen gestaltet. Laut Posel sind für das Projekt "keine großen Aufschüttungen" nötig, Gefälle und Quergefälle der Straße seien ausreichend. Die bisherigen Zufahrten blieben erhalten, sie sollen zum Großteil geschottert werden, bei Einfahrten zu Anwesen ist teilweise eine Pflasterung vorgesehen. Die Bankette werden mit Schotter und Sand aufgefüllt.

Ein Biotop mit höchstem Schutzbereich, das in Fahrtrichtung Klosterhäuser links von der Straße liegt, stellt eine besondere Herausforderung bei diesem Projekt dar. Als Auflage ordneten die Naturschutzbehörden unter anderem den Einbau einer sogenannten Dicht-Schicht an, um eine Entwässerung des schützenswerten Niedermoors zu verhindern.

Die Nachfragen des Gremiums konzentrierten sich vor allem auf die vorgesehene Entwässerung. Die vorgestellte Planung wurde schließlich einstimmig genehmigt. "Für das marodeste Stück unserer marodesten Straße haben wir damit einen Meilenstein gesetzt", betonte Bürgermeister Maximilian Beer zum Abschluss. Den Beginn der Sanierung hat die Gemeinde für das nächste Jahr auf dem Schirm. Die Arbeiten werden nun ausgeschrieben, vergeben werden kann das Projekt aber erst, wenn der Etat für das nächste Jahr beschlossen ist.

Ersatz im Bauhof


Unter dem Punkt "Informationen" unterrichtete der Bürgermeister das Gremium, dass Fabian Schultes aus Schönau ab 1. Februar als neuer Mitarbeiter im Bauhof der Gemeinde anfangen wird. Er ersetzt Günter Ruhland, der als Klärwärter zur Stadt Neunburg wechselt. Abschließend gratulierte Beer Zweitem Bürgermeister Alfred Wolfsteiner nachträglich zum Geburtstag.

Das AusbauprojektGesamtlänge: 500 Meter; Ausbaubreite: 5 Meter (bisher 4,50 Meter; berechnete Kosten: 398 406,11 Euro; Ausbau-Standard: Die Straße erhält einen Gesamtaufbau von 65 Zentimetern. Dieser umfasst eine 51 Zentimeter dicke Frostschutzschicht, 10 Zentimeter Asphalt-Tragschicht und 4 Zentimeter Asphalt-Deckschicht.

Weiterer Verlauf: Die Maßnahme wird ausgeschrieben. Die Vergabe erfolgt, sobald der Haushalt für 2016 beschlossen ist. (mp)
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