Markträte stellen Antrag für Kommunalinvestitionsprogramm
Geld für Schulsanierung im Blick

Politik
Schwarzhofen
27.01.2016
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Für eine mögliche energetische Sanierung der Ringseis-Grundschule hat der Marktgemeinderat einstimmig die Weichen gestellt. Zunächst soll versucht werden, Zuschüsse aus einem neuen Förderprogramm zu ergattern.

"Auf jeden Fall beantragen", lautete am Montag die einstimmige Meinung der Ratsmitglieder in Bezug auf eine energetische Sanierung der Grundschule. Bis zum 15. Februar wird der Markt einen Antrag auf Förderung aus dem erst im Vorjahr eingerichteten Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) stellen. Hier hat der Bund ein Sondervermögen von 3,5 Milliarden Euro zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Gemeinden bereitgestellt. Der Förderumfang beträgt 90 Prozent der förderfähigen Kosten und ist auf 750 Euro pro Nutzfläche begrenzt.

Eine Grobschätzung der Kosten für notwendige Maßnahmen an der Schule ergaben (ohne Umstellung der Leuchtmittel) eine Summe von 752 250 Euro. Da die Fenster und die Heizung auf jeden Fall erneuert werden müssen, sollen Mittel in den Haushaltsjahren 2016 und 2019 eingeplant werden. Alle Räte stimmten dem Förderantrag zu, da mit einer Bewilligung alle Maßnahmen am Gebäude in Angriff genommen werden könnten.

Abwassergebühren steigen


Die Kalkulation der Abwassergebühren für die Anlage Demeldorf ist zum Jahresende abgelaufen. Dem Gremium lag die Neuberechnung vor, die 1,37 Euro (1,28 Euro bisher) als Beitrag pro Quadratmeter Grundstücksfläche und 21,24 Euro (vorher 20,53 Euro) als Beitrag pro Quadratmeter Geschoßfläche ergab. Nur geringfügig steigen die Einleitungsgebühren - von bisher 3,28 Euro pro Kubikmeter auf 3,35 Euro ab 1. Februar. Da Abwasseranlagen kostendeckend betrieben werden müssen, erfolgte die uneingeschränkte Zustimmung der Räte ohne jegliche Diskussion.

Desweiteren spielte das Thema Feuerschutz eine große Rolle im Sitzungsverlauf, dazu hatten sich fast 20 Zuhörer im Rathaus eingefunden. Wie der NT in der Ausgabe 23./24. Januar berichtete, ist die mangelnde Löschwasserversorgung in Höfen bei Grasdorf seit Jahren ein brandaktuelles Thema. Vor mehr als 20 Jahren war dort die Errichtung einer Löschwasserzisterne gescheitert, da sich die Grundstückseigentümer nicht auf einen Standort einigen konnten. Der Vermittlung von Bürgermeister Maximilian Beer war es zu verdanken, dass jetzt in Absprache zwischen den Eigentümern der Hofstellen ein geeigneter Platz gefunden werden konnte. Die Kosten werden sich auf rund 50 000 Euro belaufen.

Gemeinde trägt Mehrkosten


Da die Feuerwehr Zangenstein den kompletten Bau einer neuen Gerätehalle selbstständig finanziert und im Vorfeld nicht zu erwarten gewesen sei, dass Mehrkosten für eine qualifizierte archäologische Aufsicht der Grabarbeiten notwendig werden würden, erklärte sich die Gemeinde solidarisch bereit, diese zu übernehmen. Der Bauort liegt im Bereich von vermuteten Bodendenkmälern. Die Mehrkosten betragen 1069 Euro und seien aus den begrenzten Vereinsmitteln nicht mehr zu tragen, lautete die Begründung. Zuvor waren noch die beiden neugewählten Kommandanten der Feuerwehr Demeldorf, Patrick Meier und Thomas Weigl (Stellvertreter), bestätigt worden.

Mehrere VorhabenFür die energetische Sanierung der Dr.-von-Ringseis-Grundschule sind mehrere Teilmaßnahmen vorgesehen: Schaffung eines barrierefreien Zugangs; Dämmung Dach und Gebäudehülle; Fenster- und Türenerneuerung; Rollo und Beschattungen; Erneuerung der Heizungsanlage; weitere Energieeinsparungen.
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