Berühmter Arzt und Ratgeber

Gleich neben der Kirche erinnert ein Denkmal an Johann Nepomuk von Ringseis, der mit Eltern und neun Geschwistern nur wenige Meter entfernt von dieser Stelle wohnte. Bild: Bugl
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Schwarzhofen
29.08.2016
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Als "Ritter ohne Furcht und Tadel" hat ihn einst König Ludwig I. bezeichnet. Für Schwarzhofen ist Johann Nepomuk von Ringseis schlicht der größte Sohn der Marktgemeinde. Heuer führt an ihm kein Weg vorbei, und das hat gleich mehrere Gründe.

Johann Nepomuk von Ringseis hatte als Arzt und Vertrauter König Ludwigs des I. großen Einfluss in München. Als Mediziner, Professor und Bayerns oberster Gesundheitsbeamter zählte er zu den bedeutendsten Persönlichkeiten seiner Zeit, die nun auf rund 150 Seiten eine Würdigung erfährt: Am Samstag, 1. Oktober findet in der Dr.-von-Ringseis-Schule in Schwarzhofen die Buchpräsentation einer soeben erschienen Biografie über Johann Nepomuk von Ringseis statt. Autor ist Ortsheimatpfleger Alfred Wolfsteiner.

Reisen mit "Muckl"


Wolfsteiner, langjähriger Leiter der Schwandorfer Stadtbibliothek hat eine Vielzahl spannender Details aus dem Leben des Johann Nepomuk von Ringseis ausgegraben, der mit neun jüngeren Geschwistern in Schwarzhofen aufgewachsen ist. "Muckl" wurde er liebevoll vom Regenten tituliert, den er nicht nur als Arzt, sondern auch als Vertrauter bei drei Italienreisen begleitete. Der Monarch hörte auf seinen Rat, als es darum ging die Universität von Landshut nach München zu verlegen.

Von Ringseis stand mit den führenden Geistesgrößen seiner Zeit in Kontakt. Er gilt als Vertreter einer "Romantischen Medizin" und vertrat einen ganzheitlichen Ansatz in der Medizin. Auch in der Politik hatte er nicht wenig zu sagen: Immerhin war er oberster Beamter des bayerischen Gesundheitswesens. Als solcher zog er kürzlich auch das Interesse von Staatsministerin Melanie Huml (Ministerium für Gesundheit und Pflege) auf sich. Sie stattete bei ihrem "Oberpfalztag" auch Schwarzhofen einen Besuch ab (wir berichteten) und verschaffte sich schon mal einen Überblick über das Wirken des berühmten Arztes, der 1880 in München starb. Mit einem Jahr Verspätung feiert der Markt deshalb heuer den 135. Todestag und gleichzeitig den 230. Geburtstag des Mediziners. Dazu stehen im Oktober gleich zwei Termine an, die man sich im Kalender vormerken sollte.

Buch-Präsentation


Für Samstag, 1. Oktober, ist in der Dr.-von-Ringseis-Schule die Präsentation der soeben erschienen Biografie über von Ringseis geplant. Beginn ist um 19 Uhr. "Johann Nepomuk von Ringseis - Arzt und Vertrauter Ludwig I." lautet der Titel des im Verlag Friedrich Pustet erschienenen Werks von Autor Alfred Wolfsteiner, der auch so manch amüsante Anekdote über den Gastwirtssohn aus Schwarzhofen "ausgegraben" hat.

Am Montag, 3. Oktober, begeben sich Markt und Kulturförderkreis zusammen mit der Pfarreiengemeinschaft Schwarzhofen-Dieterskirchen bei einem Pfarrausflug auf große Fahrt nach Tutzing: Dort hat Johann Nepomuk von Ringseis seine letzten Lebensjahre verbracht, und dort ist er auch begraben. Abfahrt ist um 6.30 Uhr in Dieterskirchen an der Schule und um 7 Uhr in Schwarzhofen am Marktplatz. Um 10 Uhr findet ein feierlicher Gottesdienst in der Kirche der Missionsbenediktinerinnen statt. Anschließend wird das auf dem heutigen Klostergelände liegende Grab von Dr. Johann Nepomuk von Ringseis besucht. Nach dem Mittagessen im Hotel/Gasthof Tutzinger Hof steht eine große Schiffsrundfahrt auf dem Starnberger See auf dem Programm. Danach wird die Heimfahrt angetreten. Unterwegs gibt es noch eine Brotzeit im Gasthof Obermeier in Allershausen.

Anmeldung möglich


Der Fahrpreis beträgt 35 Euro pro Person für Bus und Schifffahrt, Kinder ermäßigt. Anmeldungen zur Fahrt nehmen das Pfarrbüro Schwarzhofen unter der Telefonnummer 09672/92170, und die Verwaltungsgemeinschaft Neunburg, Telefon 09672/92050, noch gerne entgegen.
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