In Schwarzhofen und Neukirchen-Balbini geht der Breitbandausbau weiter
"Raus aus Tal der Ahnungslosen"

Bürgermeister Maximilian Beer und Enrico Delfino (Zweiter von links), Regio-Manager bei der Telekom, unterzeichneten den Vertrag für die zweite Phase des Breitbandausbaus. Den offiziellen Akt begleiteten auch VG-Geschäftsstellenleiter André Schille (rechts) und Telekom-Kommunalbetreuer Wilhelm Köckeis. Bilder: Mardanow (2)
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Schwarzhofen
27.09.2016
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Für Neukirchen-Balbini besiegelten Bürgermeister Markus Dauch (rechts) und Telekom-Vertreter Enrico Delfino die nächste Stufe des Breitbandausbaus.

Der Ausbau der Datenautobahn geht weiter. In den Marktgemeinden Schwarzhofen und Neukirchen-Balbini soll das Tempolimit beim Surfen im Internet bald der Vergangenheit angehören. Doch bevor die Megabits sprudeln können, floss am Dienstag die Tinte.

/Neukirchen-Balbini. Die Fortsetzung des Breitbandausbaus ist besiegelt: Für das jeweils zweite Verfahren in beiden Märkten sind am Dienstag die Verträge unterzeichnet worden. Die Bürgermeister Maximilian Beer (Schwarzhofen) und Markus Dauch (Neukirchen-Balbini) setzten ihre Unterschrift unter das Vertragswerk, das die Telekom-Vertreter Enrico Delfino und Wilhelm Köckeis vorgelegt hatten.

Teilweise bis ins Haus


"Endlich kommen wir raus aus dem Tal der Ahnungslosen", formulierte es Bürgermeister Beer. In allen Ortsteilen werde nun die Breitbandversorgung Einzug halten, mit der Telekom stehe dem Markt ein starker Partner zur Seite. Von den 24 Gemeindeteilen würden 20 durch Kabelverzweiger mit Anschluss ans schnelle Netz ausgestattet; in den Orten Raggau, Krimling, Grasdorf und Höfen bei Grasdorf sowie den Weilern Ziegelhof und Laubenhof werden bei 26 Gebäuden die Glasfaserleitungen bis ins Haus verlegt.

Laut einer Pressemitteilung der Telekom sollen im Zweitverfahren insgesamt 78 Haushalte ans schnelle Netz angeschlossen worden. Für diese sind künftig Datenübertragungsraten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde in Aussicht. Die sogenannte Deckungslücke des Projekts beläuft sich auf 395 000 Euro, diese wird zu 90 Prozent durch das Breitbandförderprogramm des Freistaats Bayern gedeckt. "Ohne diesen Zuschuss hätten wir das niemals schultern können", gab der Bürgermeister zu verstehen.

Immobilien aufwerten


Für die neue Technik wird die Telekom rund 19 Kilometer Glasfaser sowie drei Multifunktionsgehäuse und Verteiler aufstellen. Kommunalbetreuer Köckeis wertete die Breitband-Ausstattung als "Aufwertung für die jeweilige Immobilie", während sich Regio-Manager Delfino über den erneuten Zuschlag für die Telekom freute. Ziel sei es, die Arbeiten bis Jahresende 2017 abzuschließen.

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass aktuell noch die Arbeiten für die erste Phase der Breitbanderschließung in der Gemeinde laufen, zeitgleich werden dabei die Leitungen für die Erdgasversorgung verlegt. "Wir hoffen, dass wir hier bald vor dem Abschluss stehen." Das Gesamt-Förderbudget von rund 960 000 Euro seit weitgehend verbraucht.

"Bis auf kleine Ausnahmen wird unser gesamtes Gemeindegebiet mit Breitband erschlossen", freute sich Bürgermeister Dauch. Auch in Neukirchen-Balbini sollen bis gegen Ende 2017 Datenraten von bis zu 200 Megabit möglich sein - bei insgesamt 102 Haushalten. Durch die Telekom werden 23 Kilometer Glasfaser verlegt und drei Netzverteiler aufgebaut. Bei einer Deckungslücke von 370 000 verbleibt der Eigenanteil der Gemeinde - Dank staatlicher Förderung - bei rund 37 000 Euro.

Bei beiden Projekten steigt die Telekom nun in die Ausbau-Feinplanung ein. Parallel wird eine Tiefbaufirma ausgewählt, Material bestellt und Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Leitungen verlegt und die Verteiler aufgebaut sind, erfolgt die Anbindung ans Netz. Die Telekom-Vertreter wiesen darauf hin, dass die Hauseigentümer eine Einverständniserklärung unterschreiben müssen, damit die Leitungen letztendlich auch bis in die Häuser gezogen werden können.
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