Kinderstube für Braunkelchen, Bekassine und Kiebitz
Schwarzachauen als wertvolles Brutgebiet

Auch bei der Fußgängerbrücke in Girnitz steht eine der neuen Info-Tafeln. Bauhofvorarbeiter Anton Köppl (von rechts), Bürgermeister Maximilian Beer, Felicitas Lubinski (Untere Naturschutzbehörde), Wolfgang Hermann (Landesbund für Vogelschutz) und Gebietsbetreuer Markus Kurz nehmen sie in Augenschein. Bild: hfz
Vermischtes
Schwarzhofen
08.07.2016
20
0

Mit dem naturbelassenen Flusslauf, ihren Altwässern, Flutmulden und Feuchtwiesen bietet die Schwarzach vielen Tierarten Lebensraum. Jetzt erläutern Info-Tafeln, was in den Auwiesen so alles ausgebrütet wird.

/Girnitz. Die attraktive Kulturlandschaft rund um Schwarzhofen bietet Gästen und Einheimischen vielfältige Möglichkeiten zur Erholung. Besonders die Schwarzach prägt dabei große Teile des Gemeindegebiets. Der weitgehend unverbaute Flusslauf, zahlreiche Altwässer und Flutmulden sowie große Feuchtwiesenkomplexe unterschiedlicher Nutzung sind aber auch Lebensraum beispielsweise für verschiedene Wiesenbrüter.

Unter anderem aus diesem Grund wurde die Schwarzach als sogenanntes Natura-2000-Gebiet an die EU gemeldet. In diesen Gebieten soll die vorhandene biologische Vielfalt erhalten und wildlebende Pflanzen, Tiere sowie natürliche Lebensräume sollen geschützt werden. Dabei sind alle Veränderungen oder Störungen verboten, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung führen.

"Wiesenbrüter wie das Braunkehlchen, der Kiebitz oder die Bekassine sind sehr empfindlich, vor allem während der Brutzeit", erläuterte Felicitas Lubinski von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Schwandorf. "Besonders freilaufende Hunde sind leider oft ein Problem für diese und weitere Vogelarten wie die Feldlerche oder den Weißstorch, der hier auf Futtersuche geht", ergänzte Wolfgang Hermann vom Landesbund für Vogelschutz.

Zum Schutz der Wiesenbrüter sollten Hunde angeleint und die ausgewiesenen Wanderwege von Spaziergängern zwischen 15. März und 15. August nicht verlassen werden. Um die Besonderheit dieses Gebietes, insbesondere die vielfältige Vogelwelt, der Öffentlichkeit vorzustellen und Erholungssuchende um Rücksichtnahme zu ersuchen, wurden zwei Informationstafeln bei Girnitz und Schönau aufgestellt. Gestaltet wurden sie vom Verein Naturpark Oberpfälzer Wald, die Kosten übernahm die Untere Naturschutzbehörde, den Aufbau bewältigte der Bauhof Schwarzhofen. Bürgermeister Maximilian Beer freute sich über die neuen Informationstafeln und dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Beer hofft auf die Rücksichtnahme der Spaziergänger zum Wohle der seltenen Wiesenbrüter, damit auch diese sich noch sehr lange in der Schwarzachaue richtig wohlfühlen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.