Neue Obmänner für BBV-Ortsverbände gewählt - Keine stärkere Belastung für Betriebe
Fürsprecher für Landwirte

BBV-Kreisgeschäftsführer Josef Wittmann (links) gratulierte den neu gewählten Obmännern und Funktionären zur Wahl. Bild: mad
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Schwarzhofen
10.11.2016
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Die Mitglieder in den Ortsverbänden Schwarzhofen, Haag und Uckersdorf des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) haben neue Obmänner gewählt. Kreisgeschäftsführer Josef Wittmann rückte neue rechtliche Regelungen in den Blickpunkt.

Im Gasthaus Gillitzer informierte Josef Wittmann, Geschäftsführer des BBV-Kreisverbandes Schwandorf-Regensburg, dass der BBV mit seinen rund 150 000 Mitgliedsfamilien die Interessen von über 750 000 Menschen und rund 100 000 land- und forstwirtschaftlichen Familienbetrieben vertritt. Der Verband verschaffe den Anliegen der Land- und Forstwirtschaft Gehör - gerade auch gegenüber der Politik - und setze sich für alle Bauernfamilien, Grundeigentümer sowie den gesamten ländlichen Raum ein.

Als Erfolge der Verbandsarbeit listet Wittmann unter anderem spürbare Beitragsentlastungen bei der Berufsgenossenschaft für die Jahre 2016 und 2017, die finanzielle Grundsicherung für Landwirte (50 Millionen Euro mehr für Bayern) sowie Entlastungen beim Agrardiesel auf.

Vor der Wahl der Ortsobmänner informierte Wittmann noch unter dem Thema "Eigentum" über Neuregelungen bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Die Anpassungen waren nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtshofes notwendig geworden. Es seien keine Änderungen gegenüber der bisherigen Rechtslage bei der Bewertung von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben erfolgt. Von den Verschärfungen bei den Verschonungsregelungen dürfte die Land- und Forstwirtschaft nicht betroffen sei, denn diese setzen erst bei einem Vermögenswert von 26 Millionen Euro ein.

Auch die Grundsteuer werde neu gestaltet. Die Bewertung der Betriebe solle sich auch künftig an der Ertragsfähigkeit orientieren, es solle keine stärkere Belastung geben. Die erste Hauptfeststellung nach neuem Recht soll im Januar 2022 parallel neben der alten Einheitswertbewertung erfolgen. Rechtlich greifen würden die neuen Werte erst ab 2027. Der Geschäftsführer warb noch um die Unterstützung der Unterschriftenaktion "Bündnis für Bayern" für nachhaltiges Wirtschaften, das Vielfalt und Qualität sichern soll. Man könne auch im Internet abstimmen.

Schließlich wurden in geheimer Wahl die künftigen Ortsobmänner bestimmt. Für Uckersdorf ist Johann Ippisch zuständig, für Haag Josef Greiner, dem als Stellvertreter Karl Setzer zur Seite steht. Ortsobmann für Schwarzhofen ist Norbert Schießl, Stellvertreter ist Franz Fischer und zum Beisitzer wurde Robert Zimmermann bestimmt.
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