Richard Winderl schnitzt erneut für Benefiz-Aktion "Sternstunden"
Helfen mit hölzernen Unikaten

Für die "Sternstunden-Zeit" in Schwarzhofen hat Richard Winderl dekorative Holz-Mobiles, Sterne in allen Größen, Bäume und Miniatur-Dörfer geschnitzt. Als Unterstützer der Benefiz-Aktion ist auch das Marktladen-Team um Sprecherin Claudia Bauer mit im Boot. Bild: Mardanow
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Schwarzhofen
25.11.2016
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Viele hundert Stunden hat Richard Winderl wieder gesägt und gefeilt. Miniatur-Dörfer, geschnitzte Bäume und Sterne in allen Variationen werden am 2. und 3. Dezember für eine gute Sache verkauft. Vor allem die hölzernen Himmelskörper sind zum Exportschlager geworden.

Von Winderls Fleiß profitiert auch heuer wieder die Benefiz-Aktion "Sternstunden". Zu ihren Gunsten werden die Werkstücke aus Holz beim Adventsfest des Marktladens verkauft. Im vergangenen Jahr waren dabei insgesamt 10 944 Euro zusammengekommen - "es hat mich unheimlich gefreut, dass das so angenommen wurde", blickt der Heimwerker zurück.

Für Kinder in Nepal


Für die Neuauflage der Aktion hat Richard Winderl erneut 800 Stunden die Hände gerührt. "Damit war ich nicht ganz so fleißig wie Vorjahr", gibt er zu, trotzdem - mutmaßt er - dürften erneut rund 8000 Euro zusammenkommen, wenn die handgemachten Dekorationsartikel unter die Leute gebracht werden können. Wenn möglich, soll der Erlös wieder für die Unterstützung von Kindern in Nepal verwendet werden.

Vor allem die Holzsterne haben sich mittlerweile zu einem Exportschlager gemausert: Von Mittenwald bis Rendsburg und sogar in die Slowakei, nach Frankreich und England wurden Exemplare verkauft. Erst vor kurzem wurde ein Stern per Telefon reserviert - der Anrufer meldete sich aus Dillingen bei Richard Winderl.

Neben Sternen in allen Variationen, sind beim Adventsfest am Freitag, 2. Dezember, und am Samstag, 3. Dezember, auch geschnitzte Bäume und Miniatur-Dörfer im Angebot. "Alles Unikate, da sieht nichts gleich aus", beschreibt Winderl. Eine kreative Möglichkeit ist ihm zur Aufarbeitung des Abfallholzes eingefallen - aus Baum- und Astscheiben entstanden so schmucke Deko-Mobiles zum Aufhängen.

Als besonderes Schmankerl durfte Richard Winderl heuer eine echte Libanon-Zeder verarbeiten, die ursprünglich in einem Hausgarten in Schwarzhofen stand. Das Holz weise einen "wunderbaren Duft" auf, erzählt er. Kleiner Nachteil: Da Zedernholz ölhaltig ist, sollte es nicht direkt mit Textilien in Berührung kommen. Im Kleiderschrank könne es aber als "natürliches Mottenmittel" dienen.

"Einen Baum dieser Art hab' ich vorher gar nicht gekannt", erzählt Winderl. Anhand der Zapfen und Nadeln und durch Recherche im Internet wurde die Libanon-Zeder schließlich identifiziert. Außerdem wurde der Rest jener Douglasien verarbeitet, die der Forstbetrieb Roding der Bayerischen Staatsforsten im Vorjahr gespendet hatte. Auch Birn- und Zwetschgenbäumen sowie Robinien ging es für den guten Zweck an die Rinde. Winderls Dank gilt allen Spendern großer und kleiner Bäume.

Mit Buchvorstellung


"Holzsterne kann man eigentlich nie genug haben", rührt auch Marktladen-Sprecherin Claudia Bauer die Werbetrommel für die Benefiz-Veranstaltung. Sie und ihr Verkaufsteam unterstützen die Aktion "Sternstunden" ebenfalls, der Erlös aus dem Verkauf von Heißgetränken beim Adventsfest wird komplett gespendet. Beteiligen will sich auch die Familie Held, die vor Ort Holzofenpizza verkaufen wird. Zusätzlich wird beim Adventsfest am Freitag, 2. Dezember, um 14 Uhr das neue Buch "Wöi der Herr, so's G'scherr" des Altendorfer Altbürgermeisters Georg Killermann vorgestellt.

Die Benefiz-AktionVerkauf der Schnitzereien am Freitag, 2. Dezember, ab 13 Uhr und am Samstag, 3. Dezember, ab 8 Uhr vor dem Marktladen in Schwarzhofen. Für die Sterne werden (je nach Größe) zwischen 2 und 33 Euro verlangt, die Bäume sind für Preise zwischen 20 und 35 Euro zu erhalten, die Miniatur-Dörfer kosten zwischen 20 und 30 Euro.

Die Einnahmen aus dem Verkauf der Holz-Artikel gehen komplett an die Benefiz-Aktion "Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks; ebenso das Geld aus dem Verkauf der Heißgetränke vor dem Marktladen.

Weitere Unterstützer: Die Marktgemeinde stellt für die Aktion die Verkaufsbuden zur Verfügung. (mp)
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