Von der Risse-Sanierung bis zum Vollausbau
Straßen sind Geld und Mühe wert

Ab Mai sollen auf der Gemeindestraße von Häuslern nach Klosterhäuser die Bagger rollen. Bei der Baustelleneinweisung besprachen (von rechts) Ingenieurin Lena Kammermeier (Büro Posel), Bürgermeister Maximilian Beer, Ingenieur Johannes Posel, die Verwaltungsmitarbeiter André Schille und Jürgen Steinbauer, Bauunternehmer Helmut Seebauer und Bauhof-Vorarbeiter Anton Köppl letzte Details. Bilder: Mardanow (2)
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Schwarzhofen
06.04.2016
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Die Arbeiter der Firma ABS Meiller rückten am Dienstagnachmittag den Rissen und Fugen auf den Straßen im Ortsteil Denglarn zu Leibe.

Für seine maroden Straßen greift der Markt tief in die Tasche: Rund 60 000 Euro lässt sich die Gemeinde heuer den Unterhalt kosten, zur Zeit werden Risse und Fugen im Asphalt gestopft. Mehr als fünf Mal so teuer ist ein weiteres Straßenbauprojekt, für das im Mai die Bagger auffahren.

Ab dem nächsten Monat möchte die Firma Seebauer (Girnitz) mit dem Neubau der Gemeindeverbindungsstraße (GVS) Häuslern-Klosterhäuser loslegen. Bei der Baustelleneinweisung am Dienstag informierte Bürgermeister Maximilian Beer, dass der 500 Meter lange Abschnitt von der Einmündung in die Kreisstraße SAD 40 bis zur Ortschaft Klosterhäuser einen Vollausbau erhält. Die Strecke wird knapp einen halben Meter breiter als bisher, künftig hat der Verkehr hier fünf Meter Platz. Zusätzlich wird eine Kurve leicht entschärft.

Biotop besonders im Fokus


Eine "besondere Herausforderung" bei diesem Projekt resultiert aus der ökologischen Situation: In unmittelbarer Nähe des Straßenkörpers befindet sich die Biotop-Fläche eines Flachmoors, das unter anderem besonders schützenswerte Orchideen-Arten beheimatet. "Und dieser Lebensraum darf nicht entwässert werden", verdeutlichte der Bürgermeister. Damit "das Moor nass bleibt und die Straße trockene Füße behält" (Beer) wird beispielsweise eine extra Abdichtung mit einer sogenannten Wurzelschutzfolie eingebaut. Als Ausgleichsmaßnahme lässt die Gemeinde in der Nähe auf eigenem Grund zwölf Obstbäume sowie Hecken pflanzen.

Bei der Planung durch das Ingenieurbüro Posel (Cham) wurde auch auf den Untergrund der Straße ein genaues Augenmerk gerichtet. Nachdem sich dort bis in zwei Metern Tiefe ein Lehmboden befindet, bedeutet es einen erheblichen Aufwand, die Straße zu stabilisieren. "Es muss deutlich stärker ausgekoffert und eine Bodenverfestigung vorgenommen werden", erklärte Maximilian Beer.

Auf den letzten 50 Metern des Abschnitts bis zur Klein-Kapelle ist lediglich eine Oberbau-Verstärkung vorgesehen. Dabei soll teerhaltiges Material im Straßenkörper versiegelt werden. Mit reinen Baukosten von 321 732 Euro ist dieses Vorhaben - neben dem Breitband-Ausbau - die größte Ausgabe im Haushaltsjahr. Nach dem Baubeginn im Mai rechnet Bauunternehmer Helmut Seebauer mit einer Bauzeit von maximal zwei Monaten. Im weiteren Verlauf der Straße nach Schönau und Altenhammer sieht die Gemeinde weitere Ausbesserungsarbeiten vor.

Füllung für tiefe Risse


Kräftig investiert die Marktgemeinde auch in den Unterhalt ihrer Straßen und Gehwege, rund 60 000 Euro sind bisher im Haushalt vorgesehen. So werden auf einer Länge von knapp zehn Kilometern in mehreren Ortsteilen Risse und Fugen gestopft und der Asphalt saniert. Am Dienstag nahm der Bürgermeister die Arbeiten der Firma ABS Meiller (Wernberg-Köblitz) im Ortsteil Denglarn in Augenschein. Im HPS-Verfahren werden die Risse im Straßenkörper zunächst gereinigt und dann mit einer Heißpressluftlanze "angeschmolzen". Im Anschluss wird der Riss mit einem dauerelastischen Fugenvergussmaterial aufgefüllt. "Wir wollen so unsere Straßen länger haltbar machen", beschrieb Maximilian Beer.
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