Comedian Martin Schneider tritt am 12. November in Speichersdorf auf
Tiefen-Entspannung mit "Babbel-Yoga"

Er mag es gern schrill: Martin Schneider - besser bekannt als "Maddin" - tritt am Donnerstag, 12. November, in Speichersdorf auf. Bild: hfz
Kultur
Speichersdorf
14.10.2015
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Auf den Bühnen in Nordbayern hat er sich schon lange nicht mehr blicken lassen, in diesem Jahr ist damit Schluss: Comedian Martin Schneider kommt am Donnerstag, 12. November (19.30 Uhr), in die Festhalle nach Speichersdorf. Die Bürgerstiftung Lebensfreude hat den 51-jährigen Hessen verpflichtet, der mit seinem aktuellen Programm "Meister Maddin" angeflogen kommt. Die Kulturredaktion hat sich im Vorfeld mit Schneider über "Babbel-Yoga", Franz Josef Strauß und die "Schillerstraße" unterhalten.

Herr Schneider, welche Lehre will denn "Meister Maddin" unters Volk bringen?

Martin Schneider: Ich habe versucht, die jahrtausendealte Weisheit Indiens mit uraltem Wissen aus Hessen zu verbinden. Wenn man genauer hinschaut, finden sich schon recht viele Gemeinsamkeiten.

Zum Beispiel sagte meine Oma immer: Bevor ich mich uffreesch (aufrege), is mir's egal. Dieser Spruch könnte auch von Buddha stammen ...

Was ist das Tolle an Hessen und dem hessischen Dialekt?

Schneider: Der hessische Dialekt, gerade aus der Rhein/Main-Region, ist sehr weich - also eher ein weiblicher Dialekt. Das "Babbele" hat eine entspannende Wirkung, ist pures Wellness. Um diesen Wohlfühleffekt noch zu steigern, habe ich das Babbel-Yoga erfunden. Mit dem Publikum praktiziere ich ein paar Übungen hierzu in meinem Programm.

Und was hebt das Hessische vom Bayerischen ab?

Schneider: In Bayern gibt es ja auch verschiedene Dialekte. Das Fränkische ist eher ein weicher Dialekt, in Oberbayern klingt es schon wesentlich härter. Wenn ich als Kind Franz Josef Strauß im Fernsehen oder im Radio gehört habe, hat mir das immer etwas Angst gemacht.

Ein Bühnenkritiker hat Sie mal als "Mischung aus Fernandel und Mick Jagger" bezeichnet. Trifft das zu?

Schneider: Wenn ich einen solchen Eindruck auf ihn hinterlassen habe, ist bestimmt ein wenig Ähnlichkeit vorhanden. Aber natürlich ist jeder Mensch einzigartig; Vergleiche hinken der Realität immer hinterher.

Man kennt Sie von der Bühne, aus dem Fernsehen oder vom Film - wo fühlen Sie sich am wohlsten?

Schneider: Alles kann sehr viel Spaß machen. Besonders, wenn sich Fernsehen und Live-Show miteinander verbinden. Das war bei der "Schillerstraße" so. Das Improvisieren vor Publikum mit tollen Kollegen ist einfach ein unglaublicher Spaß.

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