100 000 Euro für die Tauritzmühle

Vorsitzender Erwin Dromann dankte Dieter Teufel, Norbert Veigl, Ingo Sporbert, Eckhart Sander, Alfons Prechtl, Markus Brückner und Manfred Porsch (von links) für ihr Engagement. Bild: hia
Lokales
Speichersdorf
13.10.2014
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Der Ortsgruppe des Fichtelgebirgsvereins (FGV) stehen riesige Investitionen und Veränderungen ins Haus. Zudem soll manch Althergebrachtes auf den Prüfstand gestellt werden.

Vorsitzender Erwin Dromann sorgte in der Jahreshauptversammlung selbst für einen Paukenschlag. Er kündigte zur nächsten Jahreshauptversammlung im April 2015 seinen Rückzug an. Vor einem Jahr war er Siegfried Schäller im Amt gefolgt.

Nachfolger suchen

"Es war ein schweres Jahr, aber ein schönes, freundschaftliches und kameradschaftliches Arbeiten, und ich mache es auch gerne - aber im April dann brauchen wir einen Nachfolger." Es gebe genügend Nachwuchsleute, die den Vorsitz übernehmen könnten. Dromann berichtete von den Mühen, sich als Neuling und Nichteinheimischer in die Geschichte, Eigentumsverhältnisse und Grundstücke einzuarbeiten. Mit Ingo Sporbert sei er auf Vorstellungstour zu Landratsämtern, Hauptverein und Landschaftpflegeverband gegangen. Er ließ die gut 20 Veranstaltungen des Vereins und der Musikschule mit Nikolausfeier, Weihnachtsfeier, Ostereiersuchen, Keramikertreffen und Erntedankfest mit Ausbuttern Revue passieren.

Beim Preisschafkopf um den 10. Goldenen Pfennig gelte es zu hinterfragen, ob man so weitermachen oder einen Preisschafkopf nur unter Mitgliedern veranstalten sollte. Der erste Volksmusiknachmittag sei ein voller Erfolg gewesen und werde 2015 wiederholt. Ebenso das Preisschwammerln.

"Wenn nicht der Geselligkeitsverein ,Frohsinn' mit 60 Personen gekommen wäre, wäre der sehr aufwendige Familien- und Wandertag ein Trauerspiel geworden", meinte Dromann. Auch seien lediglich 13 Wanderer unterwegs gewesen. Dromann regte an, nur noch Kaffee und Kuchen anzubieten. Auch beim Johannisfeuer mahnte er Verbesserungen an. Mehr Besucher und Attraktivität erhofft sich der Verein durch die Anpachtung von Teilen des Tauritzbachs und der Haidenaab. Im Frühling erfolgt der Fischbesatz und werden Angelkarten ausgegeben.

Darüber hinaus stand die Sanierung des Naturlehrpfads mit 20 000 Euro und Biberstegs mit 10 000 Euro im Mittelpunkt. Sie werden über den Jahreswechsel fertiggestellt und 2015 eingeweiht. Dank galt dabei Ingo Sporbert, Dieter Teufel, Alfons Prechtl und Eckhart Sander. Markus Brückner hat dazu einen mehrseitigen Info-Flyer ehrenamtlich gestaltet. Beim Bibersteg stehen 3000 Euro Restkosten, beim Naturlehrpfad 6000 Euro aus. Diese Investitionen seien mit Mitgliedsbeiträgen nicht zu schultern, meinte der Vorsitzende. Hier sei man auf Spenden angewiesen. Dank galt der FGV-Stiftung, Sparkasse, Raiffeisenbank und dem Vorstand.

Nach 30 Jahren hätten sich auch an der Tauritzmühle viele Baustellen aufgetan. In einem dreijährigen Renovierungsplan machte er eine Rechnung von über 100 000 Euro Investitionsbedarf auf. Begonnen worden sei mit dem Austausch und der Neuverlegung von Sickerleitungen, die Beseitigung von Wurzeln, Erneuerung des Kellerabgangs und von Absperrhähnen (5000 Euro). Um das Kellergewölbe trocken zu legen, müsse es überdacht werden (8000 Euro).

Holzwurm macht Sorgen

Für die Toilettenanlagen, Fliesen, Heizung und Heizkörper veranschlagte er 30 000 Euro, für Putzarbeiten und Erneuerung der undichten Kellereingangstür 3000 Euro. Der Eingang vor dem Keller soll gepflastert, Fassaden gestrichen und Risse im Backofen beseitigt werden.

Große Sorgen bereitet dem Vorsitzenden der Holzwurm. Abgebaut werden müssten die aufgesetzten Balken im Matratzenlager. Eine Untersuchung des Gebälks soll weiteren Aufschluss bringen. 2016 soll die Isolierung des Nebengebäudes erfolgen. (Kurz notiert)
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