Älter, aber nicht leiser: Sigmund Feuerabendt philosophiert über die Dummheit der Gegenwart

Älter, aber nicht leiser: Sigmund Feuerabendt philosophiert über die Dummheit der Gegenwart (hia) Sigmund Feuerabendt (vorne, Vierter von links) ist alles andere als müde, greise, dement oder lustlos. Ganz im Gegenteil: Mit ungebrochen geistiger Frische und Elan schreibt er an philosophischen Werken, dichtet und komponiert und halt Vorträge sowie Seminare, auch wenn das Augenlicht nicht mehr so mitmacht. Ausgebucht sind ebenfalls immer seine Yoga-Kurse. Ganz der von ihm geschaffenen und gehegten freiden
Lokales
Speichersdorf
25.06.2015
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Sigmund Feuerabendt (vorne, Vierter von links) ist alles andere als müde, greise, dement oder lustlos. Ganz im Gegenteil: Mit ungebrochen geistiger Frische und Elan schreibt er an philosophischen Werken, dichtet und komponiert und halt Vorträge sowie Seminare, auch wenn das Augenlicht nicht mehr so mitmacht. Ausgebucht sind ebenfalls immer seine Yoga-Kurse. Ganz der von ihm geschaffenen und gehegten freidenkerischen Geisteswelt im ehemaligen markgräflichen Forsthaus in Kodlitz zieht es den 87-Jährigen nach einem kurzen, eher pflichtgemäß entgegennehmenden Händedruck und ein Glas Sekt mit seiner Gratulantenschar, zu dem Gattin Helga (77) das Kommando gibt, zum Rednerpult. Dabei verwundert es nicht, dass der musikalisch veranlagte und das "Welträtsel Richard Wagner", wie er vor zwei Jahren ein Buch überschrieb, glühend verehrende Jubilar seine Geburtstagsgäste auf die Feier einstimmt mit der mächtigen Tenorvertonung von Faust. Eine halbe Stunde lässt die Feuerabendt teilhaben an seinen Überlegungen zur natürlichen Erziehung und entscheidenden Rolle der Mutter für den Weltfrieden, zum Christentum als beste Religion und zur Menschwerdung als genialen Gedanken, zur Dummheit des gegenwärtigen Zeitalters. "Wir müssen etwas tun für unseren Geist und mit ihm im Glauben die Ganzheit finden", so sein Credo und sein Appell. Neben seinen vier Kindern und Enkelkindern waren viele Freunde und Schüler gekommen. Elfriede Reuss zitierte den von Feuerabendt verehrten Jean Paul: "Man verdirbt unter Menschen, die einen nicht übertreffen." Der frühere Schulamtsleiter Rudolf Eichmüller aus Creußen hatte seine 70-jährige Freundschaft mit Feuerabendt in tiefgründige, fränkische Reimform gefasst. Bild: hia
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