Anschluss nicht verpassen

Nach Auffassung des Gemeinderates profitiert der Kirchenlaibacher Bahnhof von den Festsetzungen des Regionalplanes. Allerdings sind seitens des Bundes und der Bahn noch einige Hausaufgaben zu erledigen, unter anderem die zeitnahe Elektrifizierung der Strecken. Bild: ak
Lokales
Speichersdorf
05.12.2015
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Oberstes Ziel der Gemeinde ist die funktionelle und nutzerfreundliche Aufwertung des Bahnhofsgeländes. Dazu zählt die dringend notwendige Elektrifizierung der Bahnstrecken. Die Änderung des Regionalplanes Oberfranken-Ost soll es nun auf Intervention der Kommune richten.

Der Gemeinderat besprach in seiner zweiten Novembersitzung die in der 14. Änderung des Regionalplanes Oberfranken-Ost enthaltenen Neufestlegungen und Änderungen. Die vormals geltende sechsfache Abstufung vom Siedlungsschwerpunkt bis zum Oberzentrum wird laut Bürgermeister Manfred Porsch auf die Schwellen Grund-, Mittel- und Oberzentrum reduziert. Speichersdorf sei davon betroffen, da mit Kemnath ein künftiges gemeinsames landkreis- und bezirksübergreifenden Mittelzentrum gebildet werden soll. Eine entsprechende Ergänzung des Regionalplanes werde beantragt.

Die Erhöhung des Personennahverkehrs und dessen Ausbau werden begrüßt. Ein Hauptpunkt der durch die Änderungen berührten gemeindlichen Belange ist der Bahnhof samt Schienennetz. Die Verlagerung des überregionalen und internationalen Güterverkehrs auf die Schiene ist für den Knotenpunkt von Vorteil. Die dafür vorgesehenen Ausbau- und Netzergänzungs-Projekte sollen zu einer Leistungssteigerung des Schienengüterverkehrs führen.

Die Kommune fordert entsprechende Maßnahmen am Schienenknotenpunkt Kirchenlaibach. Dem Gemeinderat war zudem die Voranstellung der geplanten Elektrifizierung der den Bahnhof Kirchenlaibach tangierenden Bahnstrecken wichtig. Diese mit rund 700 Millionen Euro zwischen Nürnberg und Marktredwitz veranschlagt. Porsch forderte, dass der Bund den zwischen der Bundesrepublik und Tschechien geschlossene Staatsvertrag aus 1996 erfüllt. Darin hat man sich bis 2016 verpflichtet, die Strecke nach Eger zu elektrifizieren.

Auf Barrierefreiheit drängen

Die Gemeinde drängt darauf, dass die für Hof, Bayreuth oder Marktredwitz-Wunsiedel vorgesehene Verknüpfungsfunktion zwischen Nah- und Fernverkehr durch Neugestaltung und Umbau der Bahnhöfe auch für den eigenen Bahnknotenpunkt gilt. Positiv sah das Gremium die fahrgastfreundlichere Gestaltung der Haltestellen und Bahnhöfe. Dabei muss weiter auf einen barrierefreien Zugang gedrängt werden.

Aufgewertet wird der Schienenknotenpunkt Kirchenlaibach durch den geplanten kombinierten Ladeverkehr, da ein großes Areal und Schienensystem zur Verfügung steht. Ergänzungsbedarf sahen die Räte für den Straßenverkehr. Die kommunale Stellungnahme regt den Bau einer Einfädelspur Richtung Bayreuth für die B 22 an. Zudem soll auf die noch notwendigen Radwegverbindungen entlang von Bundesstraßen, speziell nach Kemnath und in weitere Orte des Bezirks Oberpfalz, hingewiesen werden. Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im Nahbereich von Creußen und Speichersdorf sind bereits im Änderungsplan enthalten. Porsch wollte noch den streckenweise dreispurigen Ausbau der B 22 Richtung Bayreuth aufgenommen wissen.
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