Ausstellung des Deutsch-Polnischen Kulturvereins im Rathaus Speichersdorf: Toleranz das große ...
Alles so schön bunt hier

Bunt gemischt war auch das Publikum der Ausstellung. Bild: hia
Lokales
Speichersdorf
14.11.2014
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Was hat eine Wäscheklammer mit Menschenwürde, eine Planierraupe mit Integration zu tun? Viel - wie eine Fotoausstellung mit 80 Bildern des Deutsch-Polnischen Kulturvereins im Rathaus zeigte.

Der Verein hatte 2014 einen Fotowettbewerb organisiert, um Demokratie- und Toleranzerziehung zu fördern. "Mein Umfeld - bunt und tolerant?!" war das Motto. Die Fotos stellten zudem Integrationsprojekte vor. Ziel der Ausstellungen sei, die Menschen mit dem Thema "Toleranz in unserem Umfeld" zu konfrontieren, so stellvertretende Vorsitzende Anna Makowka.

"Zur Zuwanderung hat die Gemeinde seit 80 Jahren eine besondere Verbindung", betonte Bürgermeister Manfred Porsch bei der Eröffnung. Er erinnerte an die Vertriebenen nach dem Krieg, türkische Gastarbeiter bei Rosenthal, und dann die Aussiedler aus Polen und Russland. Integration sei eine Herausforderung und werde es bleiben. "Wir wollen und brauchen keine braunen Querdenker." Offen zu sein, sei angesagt.

Vorsitzender Richard Sokol dankte für die mit dem Wettbewerb verbundene Arbeit. Er überreichte Dankurkunden an Sylvia Herrmann vom Bundesprogramm "Toleranz fördern" und an die Gemeinde. Anna Makowka beschrieb den Weg von der Idee zur Ausstellung. Sie habe großes Echo bekommen, das alle Mühe vergessen mache. Sie wünsche sich weitere Ausstellungsorte, weitere Fotowettbewerbe werde es sicher geben.

Das Thema einer toleranteren Gesellschaft habe ihn angesprochen, so Fotograf Reiner Gahn. In sein Motto "Bunte und tolerante Gesellschaft - wir bauen um" habe er Gegenstände einfließen lassen. Die Fotos seien auf dem Balkon entstanden, berichtete er.

Planierraupe und Legobausteine sollten versinnbildlichen: "Packen wir's an, bauen wir um, zollen wir mehr Respekt". Ein Zauberwürfel symbolisiere die knifflige Geschichte, den schwierigen Umbau als Herausforderung für Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und im privaten. Preisträger Wolfgang Herrmann aus Seybothenreuth nutzte verschlungene Vasen mit Blumen, um auszudrücken, wie verschlungen alles sei und wie schön es sein könnte.
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