Bahn mit Verspätung

Marktredwitz frühere Oberbürgermeisterin Birgit Seelbinder referierte vor den Eisenbahner in Kirchenlaibach. Dafür dankte Rainer Töppner Bild: hia
Lokales
Speichersdorf
11.09.2015
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Euregio Egrensis und EgroNet? Was sich dahinter verbirgt, das wissen die wenigsten in der Region. Die Mitglieder der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG und die Kirchenlaibacher Senioren der EVG jetzt aber schon, ihnen erklärte es Euregio-Vorsitzende Birgit Seelbinder persönlich.

EVG-Senioren-Sprecher Rainer Töppner hatte anfangs noch erklärt, dass man von der Euregio Egrensis beinahe nichts wisse. Das nahm die frühere Oberbürgermeisterin und Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Bayern, Birgit Seelbinder auf. In Gerdas Gaststube erklärte sie ihre Organisation, deren Entstehung und Ziele. Die Euregio Egrensis bestehe aus drei Arbeitsgemeinschaften: Bayern, Sachsen/Thüringen und Böhmen. Gemeinsame Arbeitskreise kümmern sich um Fragen wie die Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg-Marktredwitz-Eger.

Die Elektrifizierung sei Teil des vordringlichen Bedarfs des Bundesverkehrswegeplans 2015. Jedoch hätten aktuell nur schon laufende Maßnahmen Chance auf Umsetzung. Im Auftrag sei die Vorplanung für die Strecke Nürnberg-Marktredwitz. Die Tschechen seien verärgert, dass, die Deutschen noch nicht weiter sind. Die Tschechische Republik habe die Verbindung Prag-Pilsen-Cheb (Eger)- bereits saniert und die Streckengeschwindigkeit von 80 auf 140 Stundenkilometer erhöht. Bei Skalná ende jedoch die schnelle Fahrt. Schuld sei die Blockade der Bahn, auch die Politik stelle kein Geld bereit. "Wir dürfen nicht nachlassen, Druck auszuüben auf die Regierung."

Im Egronet sei es gelungen, ein Nahverkehrssystem im Vierländereck Sachsen - Thüringen - Bayern - Böhmen aufzubauen. Hier fahren Vogtlandbahn, Agilis, der Regional- und Oberpfalzexpress. Als letztes Teilstück werde Selb-Asch gebaut und ermöglicht ab Dezember 2015 den Lückenschluss zwischen Hof und Eger. In zwei Stunden könne der Selber über Eger nach Prag fahren. Seelbinder bedauerte, dass der VGN Nürnberg Lichtenfels aus dem Egronet ausgestiegen ist.

Seelbinder informierte, dass der Verbund jährlich 300 000 Euro zur Verfügung habe. Projekte mit Gemeinden und Vereinen wie Bürgerbegegnungen, Fahrten, Ausstellungen und mehr könnten mit bis zu 85 Prozent gefördert werden.
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