Der Star ist das Auto

Lokales
Speichersdorf
17.06.2015
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Musik, Essen, Trinken, Dekoration: Bei der kubanischen Nacht des Fichtelgebirgsvereins erinnerte wirklich jedes Detail an den Karibikstaat - sogar auf dem Parkplatz. Dass der dicke Cadie dort nicht mehr fährt, passt ja auch ins Bild.

Der Cadillac am Eingang war der Star der kubanischen Nacht. "Nehmt ihn, aber bringt ihn nicht wieder", habe der Autohändler zu Manfred Krodel gesagt. Es sei ein Kraftakt gewesen, das Autowrack an die Tauritzmühle zu schaffen. Aber für das Ambiente ihrer Länderabende nehmen die FGV-Helfer lange Wege und schwere Arbeit auf sich.

Denn auch sonst hatte die Crew um Rainer Prischenk mit viel Mühe karibische Stimmung verbreitet. Das begann bei den Strohhüten der Helfer und endete mit den vielen Che-Guevara-Bildern noch lange nicht. Sein Konterfei war auf alle Tischdecken gesprüht. Bilder mit kubanischen Motiven schmückten die Zeltwände. Aus Birkenholz und Minzblättern hatten die Helfer Blumenvasen geformt, auf jeden Tisch standen Havana-Club-Flaschen. Papier-Palmen schmückten die Stirnseiten der Tischgarnituren.

Die jungen Organisatoren um Philipp und Hannes Höcker hatten zudem eine riesige glühende und rauchende Zigarre gebaut. Sie thronte auf der Hütte, in der es tatsächlich original kubanische Zigarren zu kaufen gab. Die Familien Krodel und Singer hatten sie zu Jahresbeginn aus dem Kuba-Urlaub mitgebracht.

Reißenden Absatz fanden kubanische Spezialitäten von der Bohnensuppe bis hin zu Arroz vegeteriano (Reis mit fritierten Bananen). 500 Portionen hatten die Helfer vorbereitet. Zum Nachtisch gab es Bananos fritas, Nüsse und Postre. Neben Cocktails boten die Stände auch kubanisches Bier an. "Es zu bekommen, war ganz schön schwierig", so Prischenk. Eine internationale Spedition brachte es direkt von der Insel.

Bei der Begrüßung hielt Hauptorganisator Rainer Prischenk fest, was er und seine Helfer vom Fichtelgebirgsverein mit dem Länderabend erreichen wollte: "Wir wollen unseren Gästen die Möglichkeit bieten, in den Flair des karibischen Landes einzutauchen und bei guten Gesprächen den Abend zu genießen".

Zum Gelingen trug auch der laue Sommerabend bei, der es den Gästen erlaubte, bis weit nach Mitternacht draußen zu sitzen. Die Gäste kamen von Weiden bis Bayreuth, von Waldershof bis Pegnitz, der Großteil gehört seit Jahren zum Stammpublikum. "Die lassen sich wirklich immer was ganz Tolles und jedesmal etwas anderes einfallen", sprühte die Nairitzerin Petra Springer vor Begeisterung. Sie hatte sich mit ihrem Mann bereits eine Stunde vor Beginn einen Platz in der ersten Reihe gesichert. Von der Musik über die Deko bis zur Speisekarte passe einfach alles.

In einer Kooperationsleistung hatten die Familien Prischenk, Singer, Krodel, Aniol, Riedel, Hübner und Teufel das Fest vorbereitet. "Vor allem die Jugend hat sich mit pfiffigen Ideen eingebracht", schwärmte Prischenk. Die Livemusik des Sextetts "Salsamania" um Pianistin Eva Tilly war ein weiteres Highlight. International besetzt (Kuba, Ecuador, Peru und Deutschland) brachte die Band, mit Salsa, Merengue und Latin Jazz kubanische sowie moderne afro-karibische Musik auf die Bühne. Bei Mambo, Cha-Cha, Bolero, Guaguancó, Bomba, Latin Jazz und Timba entführten die Musiker das Publikum in die Karibik.
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