Die deutsche Delegation bei der Kegel-WM lobt die Gastgeber in höchsten Tönen
Ein Glücksfall namens Speichersdorf

Corinna Kastner (von links), Nationaltrainerin Sandra Hirsch, Pressesprecher Michael Hohlfeld, Cheftrainer Günther Doleschal, Sportdirektor Harald Seitz und Daniela Kicker waren sich einig: Speichersdorf macht seine Sache bei der Kegel-WM richtig gut. Bild: jsa
Lokales
Speichersdorf
23.05.2015
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Die Presse- wurde zur Jubelkonferenz. Im Rosenthal Outlet-Shop standen Funktionäre, Trainer und Spieler der deutschen Kegel-Delegation Rede und Antwort. Zu sportlichen Fragen gaben sich die Spielerinnen Daniela Kicker und Corinna Kastner, die Trainer Sandra Hirsch und Günther Doleschal, sowie Sportdirektor Harald Seitz zurückhaltend, zu ihren Gastgebern fanden sie eindeutig positive Worte.

"Wir dachten die Stimmung in Dettenheim 2009 wäre nicht mehr zu überbieten, doch hier in Speichersdorf ist es fantastisch, genial, einfach nicht zu beschreiben", erklärte Kicker. Die Unterstützung sei natürlich auch eine Bürde. "Der Druck ist schon spürbar", erklärt Kastner. Grundsätzlich sei die Unterstützung aber vor allem Motivation, die in schwächere Phasen im Spiel helfe. Sportdirektor Seitz schwärmte von Organisation und Unterkünften. Er habe auch von anderen Nationen nur Gutes gehört. Besonders hob er die Gastgeber der Nationalmannschaft, den Braumeister in Schlammersdorf, hervor. Jeder Wunsch werde erfüllt, auch das Frühstück um 5 Uhr sei kein Problem. "Die Entscheidung für Speichersdorf war ein Glücksfall in jeder Hinsicht." Seitz nutzte die Gelegenheit um Organisationsleiter Christian Porsch stellvertretend für alle Helfer zu danken.

Weniger Unterstützung gebe es vom Verband - gar keine. "Das ist ein trauriges Kapitel", berichtete Doleschal. Weil die Kegler vor zwei Jahren aus dem Förderprogramm gefallen sind, gebe es keinen Euro. Das heißt, die Sportler müssen für die WM Urlaub nehmen und die Kosten für den Unterhalt selbst zahlen. "Als Kegler muss man Idealist sein." Mit den Fans seien die Spieler eng verbunden, dies zeige sich in der Sportarena, wenn die Männer spielen, stehen die Frauen im Deutschlandtrikot im Publikum und feuern fleißig an. "In welcher Sportart gibt es das noch?"

Ob er noch mit einem Weltrekord rechne, wurde Seitz gefragt. Das wolle er nicht ausschließen. "Je fortgeschrittener das Turnier, desto unwahrscheinlicher werden aber Rekorde." Natürlich wäre es ein Traum, wenn das einer deutschen Mannschaft im Finale gelingen würde. Die Ungarn hätten es vorgemacht.
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