Ein Lächeln als Dank

Die Diakonieschwestern um Stationsleiterin Maria Reiß (neunte von rechts) im Kreis der Ehrengäste um Diakonievorsitzenden Pfarrer Dirk Grafe (Achter von links) und Bürgermeister Manfred Porsch (vierter von links). Mit im Bild Mitgründerin und Pfarrersgattin Anneliese Grieninger (Dritte von rechts), Pfarrer Hans-Jürgen Deye (rechts) und Schwester Elisabeth Nickl (Zweite von rechts). Bild: hia
Lokales
Speichersdorf
23.09.2015
12
0

"50 Jahre Diakonie ist 50 Jahre Einsatz von Menschen mit Menschen für Menschen", betonte Pfarrer Dirk Grafe beim Jubiläum der Diakoniestation. Im Kreise der Schwestern, des Diakonievereins und Ehrengästen wurde mit einer Feierstunde das halbe Jahrhundert "Dienst am Menschen" gefeiert.

Dem Anlass des Tages gemäß stimmten die Gottesdienstbesucher zum Auftakt "Lobe den Herren" und zum Abschluss "Großer Gott wir loben Dich" an. Es gebe sicher größere und längere Gründungsfeste als dieses 50-Jährige, betonte der Geistliche. Doch der Tag für die Diakonie sei ein Grund zur Freude. Vor 50 Jahren haben sich Menschen - mit Luise Elsässer an der Spitze - entschlossen, sich für andere einzusetzen.

Zwischenzeitlich sei die Station fester Bestandteil der Gemeinde geworden. "Es ist ein Festtag, um den Schwestern, dem Diakonieverein mit seinen Mitgliedern und besonders auch den Betreuten für 50 Jahre Einsatz zu danken. Diakonie in seiner ursprünglichen Bedeutung "Dienen bei Tisch" bedeute auch, für andere Menschen Zeit zu haben. Im Zentrum stehen nicht Zahlen, Bilanzen und Formulare, sondern der Mensch. Diese Hilfsbereitschaft für andere sei gelebtes Christsein.

Die Werke der Barmherzigkeit seien Aufgabe der Diakonie. Diakonisches Arbeiten heiße, das Kreuz auf sich zu nehmen. Besonders die Schwestern würden jeden Tag im Dienst dieser Menschlichkeit stehen. Der Dank sei oftmals ein Lächeln. Grafe warf aber auch den Blick auf die Herausforderungen. Die Diakonie ringe unter anderem um die Tagespflege. Diese Diakonie von Menschen für Menschen gehe weiter, von Generation zu Generation.

Der Dankandacht in der Christuskirche folgte das gemeinsame Mittagessen im evangelischen Gemeindehaus. Anita Kleber von der Diakonieverwaltung und Kerstin Ruckdeschel vom evangelischen Kindergarten übergaben Stationsleiterin Maria Reiß Blumen. Neben dem früheren Speichersdorfer Pfarrer Hans-Jürgen Deye und dem Ehrenbürger Georg Herath war Anneliese Grieninger unter den Gästen.

Sie war es, die 1965 den beschwerlichen Weg nach Gunzenhausen auf die Henzholzshöhe auf sich nahm und dort forderte, dass eine Diakonisse nach Speichersdorf kommt. Der Antrag wurde bewilligt. "Es war ein glücklicher Umstand", sagte sie. Gekommen war auch Schwester Elisabeth Nickl. Sie blieb 1989 als einzige Schwester dem Diakonieverein treu und baute die Arbeit nach einer schwierigen Zeit unter großen Anstrengungen wieder auf.

Die Diakonie, die in den 60er Jahren noch ein ganz anderes Gesicht gehabt habe, sei eine Besonderheit für Speichesdorf, betonte Bürgermeister Manfred Porsch. Er überbrachte auch in Vertretung von Pfarrer Hans-Joachim Gonser die Glückwünsche. Die Diakoniestation sei eine segensreiche Einrichtung.

"Scheuen sie sich nicht, sich von den Schwester betreuen zu lassen", empfahl er. Bei den Herausforderungen wie der Tagespflege werden die Kommunen ihren Beitrag leisten, versicherte Porsch. Dank galt auch dem Diakonieverein, der mit einem Darlehen die Finanzierung des Gemeindehauses ermöglicht hatte. Pfarrer Grillmeier würdigte die Arbeit, um ein Leben Zuhause zu ermöglichen. Dafür brauche es Profis. Wie viele andere auch überreichte er an diesem Festtag der Diakonie eine Spende.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.