Ein Leben voller Abschiede

Vor dem intimen Einblick in das Leben von Eva von Wedemeyer stärkten sich die Frauen am Frühstücksbüfett. Bild: hfz
Lokales
Speichersdorf
19.02.2015
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70 Jahre nach dem Tod von Dietrich Bonhoeffer stand das Leben seiner Verlobten, Maria von Wedemeyer, bei einem Vortrag mit dem Titel "Es war eigentlich nur Hoffnung" im Mittelpunkt. Gastgeber war das Frauen-Team des evangelischen Dekanats Weiden. Davor wurde noch gefrühstückt.

Etwa 60 Frauen aus dem Dekanat Weiden beteiligten sich am Frauenfrühstück in Speichersdorf. Im Gemeindesaal der Evangelischen Kirchengemeinde hatten die Gastgeberinnen ein reichhaltiges Büfett zubereitet.

Nach der Stärkung erfuhren die Frauen mit Hilfe von Bildern, Filmausschnitten und Erzählungen die Lebensgeschichte der Verlobten von Dietrich Bonhoeffer. Besonders die Briefe zwischen Wedemeyer und Bonhoeffer während seiner Haft zeugen von der Hoffnung des Brautpaares, das seine Hochzeit nie erleben konnte.

70 Jahre nach der Ermordung Bonhoeffers im April 1945 in Flossenbürg zeigte der Vortrag die persönliche und bewegte Sicht auf das Geschehen aus der Perspektive der Verlobten. Der Vortrag mit Gertrud Bäumler-Lenz, Maria Cronenberg, Bettina Hahn, Nannette Schrenk-Lamche, Gabriele Senger-Peischl, Karin Weigl und Lisa Weniger beleuchtete zudem das spannende Leben Wedemeyers nach dem Tod ihres Verlobten.

Nach ihrem Studium in Göttingen zog sie als Mathematikerin nach Amerika und machte dort Karriere. Ihr Leben prägten auch in den USA Abschiede und Neuanfänge. Sie war mehrmals verheiratet und lebte mit ihren Kindern in verschiedenen amerikanischen Städten.

1977 verstarb Maria von Wedemeyer mit 53 Jahren in Boston. Den Vortrag begleiteten Sigrid Künkler und Astrid Spitzkopf musikalisch mit Flöten.
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