Freude, die ansteckt

Aus Herzogenaurach kam die Gruppe, die den Tinikling-Tanz über zwei Bambusstangen aufführte.
Lokales
Speichersdorf
14.01.2015
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So viel Freude, so viele lachende Menschen: Das hatte die Sportarena in Speichersdorf noch nicht gesehen. Rund 250 Philippiner waren gekommen, um Santo Niño zu feiern, das Fest vom Heiligen Kind.

Ermenita Suske lebt seit 31 Jahren in der Gemeinde. Die Bräuche ihrer philippinischen Heimat hat die 55-Jährige nicht vergessen. Bislang war sie an Jahresanfang immer ins baden-württembergische Rottenburg gefahren. Mit der Caritas-Integrationsbeauftragten Dolores Longares-Bäumler hat die Katholikin das Santo-Niño-Fest erstmals nach Speichersdorf geholt.

Unter den 250 Gästen war auch der Attaché der philippinischen Botschaft in Berlin, Jovencio Catbagan. Auch 30 Speichersdorfer feierten mit. Bereits der Gottesdienst mit Father Yven Servanez-Caballejo von der US-Armee sprühte vor Lebendigkeit und Farbe. Auf den Altarstufen fand ein Jesusschrein Platz, umgeben von zahlreichen Statuen und Bildern des Jesuskindes in den verschiedensten Variationen.

Nach der Prozession in die Sportarena bewiesen die philippinischen Katholiken, dass sie zu feiern verstehen. Zuerst tanzten sie religiös-spirituell, später zu Rock und Pop. "Was für die Deutschen das Oktoberfest ist, ist für die Filipinos Santo Niño", so Longares-Bäumler. Eine Stunde lang tanzten 50 Frauen mit ihrer Jesusstatue in den Händen. Auch für Pfarrer Sven Grillmeier und Dolores Longares-Bäumler war eine Statue übrig und sie durften oder mussten mittanzen. Viel Mühe hatte sich das Helferteam bei den Speisen gemacht. Es gab philippinische Spezialitäten wie Kaldereta, eine Art Gulasch, oder Adobu, Fleisch mit Ingwer.

Nach dem Essen, der Begrüßung durch Bürgermeister Manfred Porsch und der deutschen und der philippinischen Nationalhymne tanzten erneut die Philippinos, etwa den Tinikling-Tanz über zwei Bambusstangen. Ihn führte eine Gruppe aus Herzogenaurach auf. Eine Bamberger Gruppe bot eine Line-Dance-Vorführung. Danach verwandelte sich die Halle in eine Disco mit Scheinwerfer. Trotz aller Arbeit ist Ermenita Suske entschlossen, das Fest auch nächstes Jahr zu organisieren. Grünes Licht von Pfarrer Grillmeier und Bürgermeister Porsch für die Sportarena hat sie schon.(Hintergrund)
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