Geldspritze für die Wehr

Lokales
Speichersdorf
23.05.2015
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Speichersdorf rüstet die Feuerwehr auf. Die Gemeinde lässt sich Erweiterung und Modernisierung des Gerätehauses eine stattliche Summe kosten. Für diese Baumaßnahme gibt es keinerlei Zuschüsse.

Nach den Plänen der Gemeinde wird das Gerätehaus der Feuerwehr um Sanitär-, Schulungs- und Büroräume erweitert und umgebaut. Nach der vom Architekturbüro Franc Dierl erstellten Bauplanung wendet die Gemeinde dafür in diesem und nächsten Haushaltsjahr 230 000 Euro auf.

"Nach dem Bau neuer Stellplätze müssen wir mit der Sanierung des Gebäudekomplexes fortfahren. Alle Maßnahmen sind mit der Feuerwehr abgesprochen, sinnvoll und nach dem Stand der Technik notwendig", sagte Bürgermeister Manfred Porsch. Dazu zählt die Erneuerung des alten, undichten Eternitdachs und der Wandverkleidung. Das Gebäude wird im nördlichen Bereich der bestehenden WC-Anlagen - im Keller und Erdgeschoss - in Verlängerung der Fahrzeughalle vergrößert. Damit entsteht eine einheitliche Nordfassade.

Im erweiterten Keller wird eine größere WC-Anlage samt zweier Duschen eingerichtet. Zudem findet im Anbau ein wesentlich größerer Atemschutz- und Jugendraum Platz. Es entsteht ein Büro für die Feuerwehrführung und mehr Platz für Küche und Schankanlage. Der vergrößerte Schulungsraum im Erd- beziehungsweise Obergeschoss erhält eine Stahlaußentreppe als Zu- und Fluchtweg. Der ganze Anbau misst rund 4,5 mal 14 Meter.

Die Fahrzeugstellplätze erhalten eine Abgas-Absaugung und die Halle wärmegedämmte Sektional-Tore, die automatisiert werden können. Gemeinderat Franc Dierl ergänzte, dass der Schlauchturm für Eigenwerbung genutzt werden kann.

Zuschuss für Stammtisch

Porsch berichtete, dass für die 230 000 Euro teure Umbaumaßnahme keine staatlichen Zuschüsse gewährt werden und die Maßnahme mit dem Unfallversicherungsverband abgestimmt wurde. Das Projekt wird noch 2015 mit der Sanierung des Daches und Maßnahmen in der Fahrzeughalle begonnen. Die Fertigstellung ist für 2016 vorgesehen. Der Gemeinderat stimmte dem Bauantrag in vollem Umfang zu.

Der Stammtisch Ramlesreuth beantragt einen kommunalen Zuschuss für das im Bau befindliche Sanitärgebäude am Fest- und Bolzplatz des Ortes. Bürgermeister Manfred Porsch und Gemeinderätin Annke Gräbner (SPD) erklärten, dass der vorhandene Toilettenwagen nicht mehr reparabel ist und nach einer sinnvollen Lösung für Feste und Veranstaltungen gesucht wird. Das 125. Jubiläum der Ortswehr und der Jugendleistungsmarsch, bei dem die Jugend zweimal nacheinander Platz eins belegte, stehen zudem vor der Tür.

Defizitärer Jugendtreff

Das neue behindertengerechte Sani-tärgebäude mit einer Größe von 4,5 mal 5 Meter beinhaltet zwei Pissoirs, eine Herrentoilette, zwei Damen-WC, ein Personal-WC. Nach dem 2014 genehmigten Bauantrag steht der Rohbau bereits. Das Gemeindeoberhaupt schlug vor, die auf 24 000 Euro veranschlagte Maßnahme mit Baumaterial für 2000 Euro zu unterstützen. Dem Vorschlag stimmte das Gremium zu.

Das Defizit des offenen Jugendtreffs trägt die Gemeinde auch 2014. Dem Gemeinderat wurden im Sachbericht die Aktivitäten und Freizeitangebote zum Wohl der Jugend erläutert. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, das Defizit von 22.716,92 Euro zu gleichen Teilen mit dem Caritas-Verband zu tragen.
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