Gemeinde schiebt mit an

Die Speichersdorfer Sportarena ist vom 7. bis 23. Mai Schauplatz der Kegel-Weltmeisterschaft 2015. Bild: ak
Lokales
Speichersdorf
19.02.2015
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Die Kegel-Weltmeisterschaft in Speichersdorf: Damit ist nicht nur jede Menge Prestige, sondern auch ein enormer Aufwand und finanzielle Vorleistung nötig. Inwieweit hier die Gemeinde dem Ausrichter unter die Arme greift, diskutierte der Gemeinderat.

Große Ereignisse werfen ihre finanziellen Schatten voraus. Dies gilt auch für die vom 7. bis zum 23. Mai in der Sportarena stattfindende Kegel-Weltmeisterschaften. Die Frage des monetären Engagements der Gemeinde an der vom SKC Speichersdorf ausgerichteten Großveranstaltung stellte sich der Gemeinderat.

Unbekanntes Ausmaß

Bürgermeister Manfred Porsch erinnerte an die gemeindlich unterstützte Bewerbung, die von einer Speichersdorfer Delegation bei der letzten Weltmeisterschaft in Ljubljana (Slowenien) übergeben wurde. "Diese Kegel-Weltmeisterschaft schlägt in Art und Umfang alles bisher in Speichersdorf Dagewesene. Über zwei Wochen Kegelsport auf WM-Niveau, ehrenamtliche Logistik, sowie Auf- und Abbau fordern gemeinsames Handeln und intensive Zusammenarbeit. Dazu kommen große Kosten und finanzielles Risiko. Wir müssen und wollen uns mit dem Ausrichter identifizieren und unserer Verantwortung stellen", erklärte das Gemeindeoberhaupt. Unter Verweis auf die bei der Bewerbung geschätzten Gesamtkosten von rund 130 000 Euro und den kalkulierten Einnahmen sei ein deutliches Defizit nicht auszuschließen.

Um dem SKC mit Vorsitzendem Willi Kreuzer den Rücken zu stärken, sollte die Kommune eine Aussage über die finanzielle Beteiligung treffen. Als Schirmherr fungiert Ministerpräsident Horst Seehofer. Er wird entweder von Innenminister Joachim Hermann oder Finanzminister Markus Söder vertreten. Für die CSU-Fraktion erklärte Franc Dierl, dass eine Bilanzschätzung als Grundlage für eine Zuschuss-Zusage problematisch und die öffentliche Diskussion darüber nicht vorteilhaft seien. Eine Unterstützung stehe aber außer Frage. Christian Porsch (UBV) bestätigte, dass alle Fraktionen hinter der Veranstaltung stehen und der Verein Planungssicherheit braucht. Darum sollte im Vorfeld ein positives Zeichen gesetzt werden. Wolfgang Hübner (CSU) plädierte dafür, die Werbetrommel zu rühren, Sponsoren zu generieren und eine Zuschuss-Entscheidung nach Vorliegen der Bilanz zu treffen.

Nach eingehender Beratung beschloss der Gemeinderat dem SKC die Sportarena für die WM kostenlos zu überlassen. Dazu übernimmt die Gemeinde die Strom-, Wasser- und Abwasserkosten. Zudem greift der Bauhof den Ehrenamtlichen unter die Arme. Über Weiteres werde nach Veranstaltungsschluss entschieden.
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