Glück in der Küche gefunden

Sergey Jungkind (hinten) tischte beim Interkulturellen Kochabend gefüllte Paprikaschoten und seine Integrationsgeschichte auf. Bild: hia
Lokales
Speichersdorf
20.01.2015
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In schwerer Zeit tun Geschichten gut, wie sie Sergey Jungkind beim Kochabend in Speichersdorf erzählte. Nach holprigem Start fand der Aussiedler aus Kasachstan seinen Weg.

Als ein Paradebeispiel gelungener Integration stellte Dolores Longares-Bäumler den Koch der 37. Interkulturellen Kochabends vor. Sergey Jungkind kennt die Carritas-Mitarbeiterin, seit er vor 13 Jahren mit seinem Vater aus Kasachstan nach Deutschland übersiedelte. Auch Dank ihrer Hilfe hat der heute 29-Jährige den Weg gefunden.

Jungkind berichtet, dass er die Schule in Bayreuth mit dem Qualifizierten Hauptschulabschluss verließ. "Wie viele wusste er danach nicht so recht, was er beruflich machen sollte", erinnert sich Longares. Nach mehreren Gesprächen befolgte er den Rat, Praktika zu absolvieren, um herauszufinden, womit er sein Geld verdienen möchte. Auf Longares-Bäumlers Vermittlung erkundete er auch die Arbeit in einer Küche - und fand nicht nur Beruf, sondern Berufung. In Abensberg absolvierte er die Kochlehre. Heute arbeitet Jungkind im Kloster Weltenburg.

Für den Kochabend entschied er sich für ein europaweit bekanntes Rezept: Gefüllte Paprikaschoten mit und ohne Hackfleisch und als Nachspeise Schokoladencreme. Pünktlich um 19 Uhr gedachte die Kochrunde die Gruppe in einer Schweigeminute der Terror-Opfer in Frankreich und weltweit. "Ich verachte diese Taten aufs Höchste", so Longares. Sergey Jungkind erzählte schließlich aus seinem Heimatland und von seinem Werdegang.
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