Haushalt der Investitionen

Keine Kürzung bei der Jugendarbeit: Darauf legte Bürgermeister Manfred Porsch in seinem Bericht zum Haushalt wert. Bild: ak
Lokales
Speichersdorf
27.03.2015
4
0

Rekorde, Rekorde: Der Speichersdorfer Gemeindehaushalt 2015 überspringt erstmals die 15-Millionen-Marke - auch dank einiger neuer Schulden.

Der Gesamthaushalt 2015 der Gemeinde schließt mit 15 074 200 Euro. Der Vermögenshaushalt erreicht mit 6 147 850 Euro ebenfalls einen neuen Rekord. Der Etat profitiert von hohen Steuermehreinnahmen und mehr Zuweisungen.

Die Beratungen zum Haushalts- und Finanzplan 2015 samt -satzung und Stellenplan standen im Mittelpunkt der Ratssitzung. Bürgermeister Manfred Porsch und Gemeindekämmerin Michaela Hösl stellten das Zahlenwerk vor. "Alle im Haushaltsplan vorgesehenen Ausgaben sind zur Verbesserung der Infrastruktur und dem Erhalt und Verbesserung der Lebensqualität notwendig", versicherte Manfred Porsch. Vom Verwaltungshaushalt fließen 1 500 300 Euro in den Vermögenshaushalt.

Der Verwaltungshaushalt schließt mit 8 926 350, der Vermögenshaushalt mit 6 147 850 Euro ab. Dies bedeutet eine Erhöhung um 4,84 Prozent im Verwaltungs- und 10,63 Prozent mehr im Vermögenshaushalt. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt liegt erheblich über der Mindestzuführung. Diese entspricht der Jahrestilgung, was 768 000 Euro bedeuten würde. Die allgemeine Rücklage beträgt eine Million Euro.

Die Erhöhung im Verwaltungshaushalt ist hauptsächlich auf Mehreinnahmen bei Einkommensteueranteil, Schlüsselzuweisung und Gewerbesteuer zurückzuführen. Hauptausgabeposten ist die Kreisumlage von 2 015 789 Euro. "Mir ist es wichtig zu erwähnen, dass die jährlichen Zuschüsse für ehrenamtliche, unentgeltliche und erfolgreiche Jugendarbeit und für die Musikschule nicht gekürzt wurden", freute sich Porsch. Zum Ausgleich des Vermögenshaushaltes ist eine Darlehensaufnahme von 1 485 750 Euro notwendig. Nach deren Aufnahme soll der Schuldenstand 9 235 000 Euro betragen. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1571 Euro pro Einwohner.

Im Verwaltungshaushalt sind die Personal- mit 1 665 000 und die Betriebsausgaben mit 465 000 Euro, die Zuschüsse für soziale Einrichtungen, Kindergärten mit 1 222 000 und die Kreisumlage mit 2 015 000 Euro die größten Ausgabeposten. Haupteinnahmequellen sind Gebühren und Entgelte (861 000 Euro), Schlüsselzuweisung (2 148 000), Einkommensteuerbeteiligung (2 350 000), Gewerbesteuer (700 000), Haus- und Grundsteuer (509 000), Straßenunterhalts- und Personalkostenzuschüsse (896 000). Im Bereich Verbrauchsgebühren bleibt es trotz deutlicher Unterdeckung in diesem Jahr beim Kanal bei 1,73 Euro/Kubikmeter Abwasser und beim Trinkwasser bei 0,91 Euro/Kubikmeter Frischwasser.

"Wir haben ein mit 6 147 850 Euro großes Investitionspaket geschnürt. Mit den Investitionen in Infrastruktur im Bau- und Nebengewerbe leisten wir einen Beitrag, die Wirtschaft in der Gemeinde und Region anzukurbeln." Darin sind der Bereich Abwasserbeseitigung mit dem Neubau der Kanalisation in Frankenberg, der Restfinanzierung des Anschlusses von Nairitz und Kodlitz mit rund 1,215 Millionen Hauptposten. Für den Bau der Bahnbrücke an der Gemeindeverbindungsstraße von Speichersdorf nach Roslas und deren Teilerneuerung sind 685 000 Euro eingeplant. Die Sanierung von Feldwegen lässt sich die Gemeinde 80 000 Euro kosten. Weitere Großposten sind die Investitionen in den Ausbau des Breitbandnetzes und die Dorferneuerung in Plössen.

Saniert werden das Abwasserpumpwerk und das Gerätehaus Speichersdorf. Im Bereich Wasserversorgung sollen marode Asbestzementleitungen ausgewechselt werden. Die Mittelschule erhält eine neue PC-Ausstattung. Im Gesamtausgabeposten von 4 951 000 Euro für Hoch- und Tiefbaumaßnahmen ist die Erschließung des Baugebietes Kirchenlaibach-West enthalten. Zudem erhält der Bauhof einen Wagen und die Feuerwehren Digitalfunkgeräte.

Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B (330 von Hundert) und Gewerbesteuer (350) bleiben unverändert. Porsch wies darauf hin, dass die Rechtsaufsicht der Gemeinde bereits solide Haushaltsführung bestätigte und die Genehmigung des Haushaltes samt Kreditvolumen in Aussicht stellte. Abschließend dankte Porsch allen mit der Aufstellung des Haushalts Beschäftigten, insbesondere der Gemeindekämmerin Michaela Hösl, für deren sorgfältige Arbeit.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mittelschule (11032)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.