Heidi und Christoph Rauch berichten beim Treff Mittendrin von ihrer Arbeit in Uganda
In der Mission ihr Glück gefunden

Lokales
Speichersdorf
03.02.2015
6
0
Sie 48, er 51 Jahre - im bestem Alter haben Heidi und Christoph Rauch vor sieben Jahren in Grötschenreuth bei Erbendorf die Zelte abgebrochen. Seither leisteten sie Entwicklungshilfe in der christlichen Mission in Arua im Nordwesten Ugandas nahe der Grenze zum Kongo. Dort ist die Arbeit nun beendet. Nach einem sechsmonatigen Heimataufenthalt geht es im Juli in den Nordosten Uganda zum Bergvolk der "Iku". Zuvor berichteten sie vor 60 Zuhörern beim Interkulturellen Treff Mittendrin von ihrer Arbeit.

Ein Wochenende mit dem Missionswerk WEC 2000 habe sie begeistert. Damals arbeitete sie als Erzieherin im Kinderheim in Windischeschenbach, er war Fernmeldetechniker bei der Telekom. "Es war und ist nicht immer einfach", räumt Christoph Rauch ein. Als die Kinder erwachsen waren, ging es los. Nach halbjähriger Vorbereitungszeit reisten sie im Auftrag des Missionswerk Digunamit im Mai 2008 nach Uganda. "Wir haben den Schritt nie bereut", sagt Heidi Rauch. Christophs Hauptaufgabe war die Technik für Radio Voice of Life, das einzige Kommunikationsmittel im Umkreis von 80 Kilometer am laufen zu halten. Zudem war er für "Haus und Hof" verantwortlich. Heidi leitete stellvertretend die Station und hielt Kontakt mit der Heimat. Die Rauchs berichteten von den vielen Kindern in Uganda, wo der Altersdurchschnitt bei 15 Jahren liegt. HIV sei verbreitet, die Arbeitslosigkeit liege bei 70 Prozent. Auch selbstgebrannter Alkohol sei ein großes Problem.

Etwas Neues beginnt für die Rauchs im Juli. Dann geht es in den Nord-Osten zu den Iks. Dort sollen sie ein Team für die Mission ausbilden. Alles Hab und Gut ist im Container verladen. Einen ersten Besuch habe es bereits gegeben. Das Volk wohne auf einem Bergkamm auf 1900 Meter Höhe über acht Kilometer verstreut. Es sei eine wunderschöne Gegend. Die nächste Wasserstelle sei allerdings einen Kilometer, der nächste Einkaufsort 41 Kilometer, der nächste Arzt zwei Tage entfernt.

Als Gruppeleiter wird es Aufgabe der Rauchs sein, zunächst Sprache und Kultur kennenzulernen, Beziehungen aufzubauen und alles für die Ankunft des Teams von acht bis zehn Leuten vorzubereiten. Richtig los geht es im Juli 2016 und endet im Juni 2018. "Das steht uns noch einiges an Vorbereitung und Organisation ins Haus", so Christoph Rauch.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.