Im Zeichen der Liebe

Hans-Joachim Gonser. Bild. hai
Lokales
Speichersdorf
05.02.2015
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Den Valentinstag zurück in die Kirche holen. Das möchte Pfarrer Hans-Joachim Gonser mit einem ungewöhnlichen Gottesdienst erreichen. Dabei verschließt er sich auch der weltlichen Tradition nicht.

An Valentin ist es üblich geworden, dem Herzallerliebsten etwas zu schenken: Rosen oder andere Symbole der Liebe. Dieser Brauch hat mit der Kirche wenig zu tun. "Dennoch hat auch das Zusammenleben von zwei Menschen als Liebespaar eine Dimension, die über uns Menschen hinaus zu Gott führt", findet Speichersdorfs Pfarrer Hans-Joachim Gonser.

Viel Zeit haben die evangelischen Christen bei Gemeindeberatungen in den letzten beiden Jahren investiert, um die Form und Gestaltung von Gottesdiensten zu überdenken, diese zeitgemäß weiterzuentwickeln, verschiedenen Vorstellungen und Ansprüche zwischen Tradition und Moderne unter einen Hut zu bringen. Weil die Mitglieder glauben, dass die Menschen offen sind für Neues, möchte der Kirchenvorstand zum Valentinstag einen Gottesdienst mit traditionellen Elementen, aber mit neuem Schwerpunkt feiern: "Wir möchten die Liebe Gottes spürbar werden lassen, die unsere menschliche Liebe zueinander zuallererst ermöglicht", so der Geistliche.

Deshalb soll im Gottesdienst am Sonntag, 15. Februar, in unterschiedlichen, sicher auch ungewohnten Formen an diese göttliche Liebe gedacht werden. Die Feier soll den Menschen die Möglichkeit bieten, sich für die Liebe zueinander und untereinander zu bedanken, Gottes "Segen feiern und weiter geben" das sei die Intention.

Zielgruppe dieses Gottesdienst sind ausdrücklich Paare, die sich der Begleitung, des Schutzes und des Segens des dreieinigen Gottes für ihre Partnerschaft bewusst sind oder diese neu entdecken wollen. Und noch mehr betont der Pfarrer, dass er jede Zweierbeziehung angesprochen wissen möchte, von jungen und bis jung gebliebenen, ungeachtet des Alters, der Dauer, des Geschlechts und der Intensität.

Zur Gestaltung des Gottesdiensts verfolge er mehrere Ansätze. Sie reichen von Segnung über Gebet für die Partnerschaft, Meditation des gemeinsamen Lebensweges, bis zu biblischen Botschaften und Trostworten. Aus all dem soll ein segensreicher, beglückender und Kraft spendender Gottesdienst werden, unterstreicht Gonser. "So freuen wir uns auf das Kommen vieler Paare, die schon Jahrzehnte miteinander durch das Leben unterwegs sind oder vielleicht auch erst ein paar Wochen oder Monate."
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