Interkulturelle Kochgruppe startet nach der Sommerpause
Afghanisch für Anfänger

Dolores Longares-Bäumler (links) begrüßte ihre Köche nach der Sommerpause wieder beim Interkulturellen Kochabend. Alle hörten diesmal auf Karim (Zweiter von links). Der Afghane stellte Gerichte und Tischsitten aus seinem Land vor. Bild: hia
Lokales
Speichersdorf
17.10.2015
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"Das Warten hat ein Ende", mit diesen Worten begrüßte Dolores Longares-Bäumler die Teilnehmer der Interkulturellen Kochgruppe nach der Sommerpause. Chefkoch war an diesem Abend der Afghane Karim. Seit 2010 lebt der Asylbewerber in Bayreuth. Der Schneider darf in Deutschland nicht arbeiten, macht sich aber als Dolmetscher nützlich.

Für die Kochgruppe hatte Karim eine Afghanische Suppe aus Zwiebeln, Karotten, Koriander, gelben und roten Linsen, Nudeln, Reis, Kreuzkümmel und Gewürzen ausgesucht. Die Hauptspeise Ghormez Sabzi bestand aus Lamm mit Lauch, Petersilie, Korianderblättern, Bockshornkleeblättern und Spinat. Dazu gab es einen afghanischen Tomaten-Gurken-Salat. Eine Besonderheit war auch das Joghurtgetränk Doogh. Es wird aus Joghurt, Gurkenscheiben, Pfefferminzblättern, Wasser und Salz zubereitet. Nicht zu vergessen das afghanische Fladenbrot.

Während des Essens berichtete Karim von seinem Land und den Tischsitten. So sei es den Afghanen sehr wichtig, in Gemeinschaft zu essen, am liebsten natürlich mit der Familie oder mit Freunden, erzählte er. Alle sitzen am Tisch, und die Gerichte werden herumgereicht, so dass alle sich bedienen können.

Die Gastgeber würden immer wieder neu auftischen, obwohl man schon satt sei. Alle würden durcheinander reden, so dass man als Außenstehender denken könnte, dass heftig gestritten wird. "Es ist also nicht nur das Essen, sondern die gesamte Atmosphäre und die Nähe der geliebten Menschen, die ein afghanisches Essen ausmachen", so der Koch des Abends.
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