Investor will nach Plössen

Dieter Küfner. Bild: ak
Lokales
Speichersdorf
23.04.2015
25
0

Noch ein Baugebiet für Speichersdorf? Ja, sagt Investor Dieter Küfner und präsentiert dem Gemeinderat Pläne für eine Siedlung bei Plössen. Im Gremium hält sich der Enthusiasmus in Grenzen, eine Absage erhielt Küfner aber noch nicht.

Geht es nach dem Willen der Firma Bauplanung Dieter Küfner aus Mainleus und dem Grundstückseigentümer IBC-Gewerbebau entsteht am nördlichen Ortsrand von Plössen eine neue Wohnbausiedlung. Der Investor Küfner stellte dem Gemeinderat sein Bebauungs- und Vermarktungskonzept für das allgemeine Wohngebiet in der April-Sitzung vor.

Die Fläche ist im Nutzungsplan als Bauerwartungsland ausgewiesen. Der Plan des damaligen Investors sah vor zehn Jahren die Erschließung des langgezogenen Grundstückes durch ihn und die Vergabe der Bauparzellen im Erbbaurecht vor. Daraus wurde wegen einiger weiterer Auflagen nichts. 2012 diskutierte der Gemeinderat erneut über die Flächen.

Küfner betonte nun, dass er mit einer neuen Konzeption einen erneuten Anlauf zur Verwirklichung der Wohnsiedlung starten will. Mit einer Beamerpräsentation stellte er den Räten zunächst Referenzobjekte und Baugebiete vor, die er geplant und umgesetzt hat. "Ich lege großen Wert auf regenerative Energien und finde mich in der Planung und Bauausführung in der Rolle des Bauherrn wieder", betonte der Bauplaner. Er ist zudem Patentinhaber für einen Wärmeboden, einer Art Fußbodenheizung. Nach seinen Vorstellungen sollen auf dem rund drei Hektar großen landwirtschaftlichen Grundstück über 30 Häuser in drei Bauabschnitten mit eigenem Regenrückhalteteich entstehen. Als Zeithorizont für die Umsetzung nannte er zehn Jahre.

Wenn 60 Prozent der in einem Bauabschnitt liegenden Grundstücke verkauft sind, sollen die Eigentümer die Erschließungsanlagen selbst bauen. Dieser wäre der einzige Ansprechpartner für die Gemeinde. Geplant sind Einfamilienhäuser in E+D- und U+E+D-Bauweise, hauptsächlich wegen des nahen Bachlaufes ohne Keller. Solche würden dann in einer "weißen Wanne" hergestellt. Die Grundstücksgrößen würden zwischen 500 und 700 Quadratmeter, der Preis bei 75 Euro/Quadratmeter zuzüglich Herstellungsbeiträgen für Wasser und Kanal liegen.

Der notwendige Bebauungsplan sollte möglichst viel Freiraum für die Bauherrn lassen. "Ich habe mit vier Baugebieten rund 300 Kulmbacher nach Mainleus gebracht; warum soll ähnliches hier nicht auch gelingen", betonte Küfner optimistisch. Eine von der Gemeinde gewünschte Bauverpflichtung in einem Zeitraum von fünf Jahren wäre machbar. Vor Baubeginn würde ein Erschließungsvertrag mit der Gemeinde geschlossen. Die zehn Prozent Eigenbeteiligung der Gemeinde an den Erschließungskosten würde der Investor tragen.

In der Diskussion erinnerte zweite Bürgermeisterin Simone Walter (CSU), dass das Grundstück 2011 aus dem Flächennutzungsplan herausgenommen wurde. Zudem sah CSU-Fraktionssprecher Franc Dierl ein Absatzproblem, da die Gemeinde gleichzeitig im Baugebiet Kirchenlaibach-West 46 Bauparzellen erschließt und in Kürze günstiger anbieten kann. Zudem wäre die Hang- und Hochwassersituation zu beachten. Küfner sah für die gemeindlichen Bauplätze für sich einen Synergieeffekt, da er auch dort schlüsselfertig bauen könnte. In der Diskussion räumten die Räte dem eigenem Baugebiet Vorrang ein, rissen die notwendigen Parkflächen an und wollen das Vorhaben im Rahmen der Überarbeitung des Flächennutzungsplanes erneut prüfen. "Wir wollen das Vorgestellte zunächst etwas sacken lassen", erklärte Bürgermeister Manfred Porsch abschließend ohne einen Planungsbeschluss zu fassen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.