Jugend gut aufgestellt

Christian Porsch. Bild: ak
Lokales
Speichersdorf
05.01.2015
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Mehr Bürokratie oder mehr Jugendschutz? Christian Porsch war sich in seinem Urteil übers Jugendschutzgesetz nicht ganz im Klaren. Ansonsten fiel sein Rückblick ganz klar positiv aus.

Jugendbeauftragter Christian Porsch gab dem Gemeinderat vor dem Jahreswechsel Einblick in die Jugendarbeit der Gemeinde. Besonders habe ihn beschäftigt, dass Vereine für ihre Jugendbetreuer nun Führungszeugnisse vorlegen müssen. In einer Aufklärungsversammlung informierte Porsch, woher die Betroffenen das Zeugnis erhalten können und was das Gesetz erreichen will: Kinder und Jugendliche besser gegen Missbrauch zu schützen. "Es bleibt zu hoffen, dass die zusätzliche Bürokratie die Suche nach Ehrenamtlichen nicht noch erschweren wird", erklärte der Jugendbeauftragte.

Für mehr Spaß sorgen die Freizeitangebote der Gemeinde. Das Ferienprogramm mit 25 Veranstaltungen spiegle dies gut wider. Die Nachfrage war auch bei den Fahrten nach Geiselwind oder zum Luisenburgtheater gut. Porsch sagte, er wünsche sich frühere Anmeldungen. Ausbaufähig sei das Angebot für junge Familien, die Ferienbetreuung war jedenfalls restlos ausgebucht. Die Mindestteilnehmerzahl von zehn Kindern pro Veranstaltung habe sich bewährt. Das Familienfest fiel dem Regen zum Opfer. Eine Wiederholung könnte es zusammen mit dem "Fest der Kulturen" geben. Porsch dankte der Gemeinde für die Defizitbeteiligung von maximal 2000 Euro.

Acht Mannschaften beteiligten sich am Bolzplatzturnier, 20 Basketballfans beteiligten sich am Streetball-Turnier. Gut kam der Integrations- und Familiensporttag an. Das Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" brachte rund 30 000 Euro an Fördermitteln. Nun laufe es aber aus. Mit dem Regionalmanagement Bayreuth sowie Landrat Hermann Hübner habe er den Einstieg in das Folgeprojekt "Demokratie leben" erreicht, so Porsch.

"Meiner Meinung nach stößt die Mittagsbetreuung in der Werner-Porsch-Schule an ihre Grenzen. Zudem schlug er vor, für die Grundschule ein Ganztagsangebot mit Elternbeirat, Schulleitung und Jugendsozialarbeiterin Karina Ziegler zu prüfen. Zum Schluss dankte Porsch dem Landkreis für die Sozialarbeiterstelle und der Kommune für die Unterstützung der Jugendarbeit.
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